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Energiestrategie 2050

© Josef Becker, Bearbeitung: fricktal24.ch
© Josef Becker, Bearbeitung: fricktal24.ch

Die Ziele der Energiestrategie 2050 sollen im Gebäudebereich durch einen reduzierten Energie- und Stromverbrauch mittels Effizienzsteigerung und durch die Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energien erreicht werden. Suffizientes, d.h. genügsames Verhalten der Nutzerinnen und Nutzer ist zwar als nicht unwesentlicher Faktor im Energieverbrauch erkannt. Darauf einzuwirken, steht vorläufig nicht im Vordergrund.

Zwei zentrale Grundsätze für Denkmäler und schützenswerte Ortsbilder:
  • Denkmäler können nur so weit energetisch saniert werden, als sie in ihrer Substanz und in ihrer Erscheinung als authentische Zeugen der Baukultur erhalten bleiben und durch die Massnahmen nicht beeinträchtigt werden.
  • Anlagen für erneuerbare Energien (thermische und Voltaik-Anlagen) können auf Denkmälern und in schützenswerten Ortsbildern nur so weit platziert werden, als sie diese nicht wesentlich beeinträchtigen.
Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen:
Energie war noch nie so billig und wurde noch nie so bedenkenlos verschwendet wie heute!
Die Energiewende wird durch denkmalpflegerisch relevante Bauten nicht behindert.

Nur rund 5 % des Gesamtgebäudebestands oder 90 000 Bauten gelten in der Schweiz als geschützte Denkmäler oder Schutzobjekte. Rund 10-15 % des Gebäudebestands sind als Teil von Ensembles, innerhalb von Ortsbildern oder in Bezug auf den Umgebungsschutz von Einzelmonumenten von denkmalpflegerischem Interesse. Dieser prozentual kleine Teil von Altbauten behindert die massgebliche Erhöhung der Sanierungsrate und die Erfüllung der Energieziele nicht. Die Energiestrategie 2050 kann umgesetzt werden, ohne einen Anreiz zur Beeinträchtigung oder zum Ersatz denkmalpflegerisch bedeutender Bauten zu schaffen.

Obschon Baudenkmäler ihre Nachhaltigkeit durch ihr langes Bestehen, ihre ressourcenschonende Bauweise mit ökologischen Materialien bereits bewiesen haben, schliesst die denkmalpflegerische Relevanz eines Kulturguts seine energetische Sanierung nicht aus. Aber sie setzt dieser Grenzen.


Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2014

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