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Grossanlagen für erneuerbare Energien Wind/Wasser nur mit Konzept

Blick auf die Vue-des-Alpes von La Chaux-de-Fonds NE – nationales Ortsbild ISOS und UNESCO-Welterbestätte. Fotomontage der geplanten Grossanlage © www.pro-cretes.ch
Blick auf die Vue-des-Alpes von La Chaux-de-Fonds NE – nationales Ortsbild ISOS und UNESCO-Welterbestätte. Fotomontage der geplanten Grossanlage © www.pro-cretes.ch

Mit der Botschaft zum ersten Massnahmenpaket der Energiestrategie 2050 (Revision des Energierechts) und zur Atomausstiegsinitiative setzt der Bundesrat nach der Erschliessung der Energieeffizienzpotenziale auf eine ausgewogene Ausschöpfung der vorhandenen Potenziale der Wasserkraft und der neuen erneuerbaren Energien. Eine übergeordnete Koordination und Planung von Projekten insbesondere für Wind- und Wasserkraftanlagen – andere Technologien können später folgen – soll mögliche Zielkonflikte aus dem Weg räumen. Es sollen die Verhältnismässigkeit gewahrt und die öffentlichen Interessen sowohl der Förderung der erneuerbaren Energien als auch der Erhaltung der kulturellen Ressourcen berücksichtigt werden.

Konzept der Kantone für den Ausbau der erneuerbaren Energien

Gemäss Artikel 11 des Energiegesetzs (EnG) im Entwurf vom 4. September 2013 haben die Kantone mit der Unterstützung des Bundes für den Ausbau der erneuerbaren Energien ein Konzept zu erarbeiten. Eine Planung mit Gesamtblick und im Sinn von Kompromissen beinhaltet auch, unter Umständen bestimmte Gebiete von der Nutzung auszunehmen (Negativ-Planung). Gegenläufige Interessen zur Nutzung von Wind- und Wasserkraft sind Schutzanliegen (wie Wald – mit der grössten Potenzialminderung in Bezug auf Windkraft – oder nationale Ortsbilder und Denkmäler) oder andere Nutzungsinteressen (wie Luftfahrt).

Das Konzept mit landesweiter Gesamtsicht (kartierte Perimeter) soll eine zweckmässige und effiziente Nutzung der Potenziale von Wind- und Wasserkraft an geeigneten Standorten ermöglichen. So kann sichergestellt werden, dass nationale Denkmäler sowie Objekte der Bundesinventare der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz (ISOS) und der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) in ihrer Integrität und in ihrem Erscheinungsbild nicht beeinträchtigt werden, indem auch ihre massgebliche Umgebung (Wirkungsbereich), mit der sie eine Einheit bilden, geschont wird.

  • Für den Schutz der nationalen Ortsbilder und Denkmäler ist das Bundesamt für Kultur zuständig.
  • Für den Schutz der nationalen Landschaften und Naturdenkmäler ist das Bundesamt für Umwelt zuständig.

Zuletzt aktualisiert am: 29.01.2014

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