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Denkmal und Energie

Bern BE, mittelalterlicher Stadtkern mit hoher Dichte © Bern Tourism, swissworld.org
Bern BE, mittelalterlicher Stadtkern mit hoher Dichte © Bern Tourism, swissworld.org

Die meisten Baudenkmäler zeichnen sich als nachhaltig aus: Allein schon durch ihre Lebensdauer und Nutzung über Jahrhunderte wurden und werden Ressourcen geschont. Auch der Anteil an grauer Energie ist in Bauten vergangener Epochen gering. Bis in die jüngste Vergangenheit war Energie kostspielig. Städtebauliche Anlagen und Konstruktionsweisen reagierten auf diese Gegebenheit: Einerseits entstanden ausserordentlich dichte mittelalterliche Stadtkerne, andererseits nach Möglichkeit optimal auf eine energieeffiziente Nutzung ausgerichtete Einzelbauten. Viele Baudenkmäler weisen in einer Nachhaltigkeitsbetrachtung naturgemäss auch heute noch zahlreiche positive Faktoren auf:

  • städtebauliche Anlagen, die eine hohe Ausnutzungsziffer aufweisen – dichte Orts- und Stadtkerne, Zeilenbauweise;
  • topografische Ausrichtung mit maximaler Sonneneinstrahlung dort, wo sie erwünscht ist;
  • Verwendung natürlicher Baumaterialien wie Stein, Holz, Lehm, Sand u.a.m., die aus der näheren Umgebung stammen;
  • effiziente Anordnung, Grösse und Zahl der Fenster/Öffnungen in der Gebäudehülle;
  • Grundrisskonzeptionen mit optimaler Raumnutzung in Bezug auf Wärme, Kälte, Licht;
  • individuelle Beheizung der Räume örtlich/zeitlich, wo/wann Bedarf besteht.

Der Bundesrat bekennt sich mit der Energiestrategie 2050 zu einer nachhaltigen Energie- und Klimapolitik; das Bundesamt für Kultur setzt sich für eine denkmalverträgliche Umsetzung ein.

  • Denkmäler sind als Zeitzeugen eine nicht erneuerbare kulturelle Ressource. Als materielle Überlieferung unserer baulichen Geschichte und als identitätsstiftendes Kulturgut sind sie in ihrer historischen Substanz und Erscheinung möglichst unverändert zu erhalten.
  • Denkmalschutz und Klimaschutz sind gesetzlich verankerte, gleichwertige öffentliche Interessen.
Silenen UR, Ried. Nach Südwesten ausgerichtetes Bauernhaus mit Küche zum Hang; Baujahr 1654 © Schweizerische Bauernhausforschung, Benno Furrer<br />
Silenen UR, Ried. Nach Südwesten ausgerichtetes Bauernhaus mit Küche zum Hang; Baujahr 1654 © Schweizerische Bauernhausforschung, Benno Furrer

Zuletzt aktualisiert am: 26.11.2015

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Kontakte

Bundesamt für Kultur
Sektion Heimatschutz und Denkmalpflege
Sekretariat
Yves Boillat
Hallwylstrasse 15
3003 Bern
T +41 58 462 86 25
E E-Mail

Rechtliche Grundlagen

Links

Dokumente

Typ: PDF
Historische Bausubstanz und zeitgemässer Energieverbrauch im Einklang
11.11.2015 | 3688 kb | PDF


http://www.bak.admin.ch/kulturerbe/04273/05005/index.html?lang=de