Bundesamt für Kultur BAK

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FAQ

Wir möchten für ein Objekt eine Kandidatur für die Welterbeliste initiieren. Welche Möglichkeiten gibt es?

Private Initiativen und persönliches Engagement sind für die Erhaltung des Kulturerbes von grosser Bedeutung. Neben dem UNESCO-Welterbe gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten, wichtige Objekte und Denkmäler in Wert zu setzen und einem grösseren Publikum zu vermitteln. Die Auswahl der Schweizer Kandidaturen für die Liste des Welterbes hat eine Expertengruppe unter der Leitung des Bundesamts für Kultur getroffen, die «liste indicative» der Schweiz wurde vom Bundesrat 2004 gutgeheissen. Eine Änderung oder Ergänzung dieser «liste indicative» liegt ebenfalls in der Kompetenz des Bundesrats.

Wir möchten uns für die Ziele der UNESCO einsetzen. Was gibt es für Möglichkeiten zum Mitmachen?

Es gibt in der Schweiz verschiedene UNESCO-Clubs. In diesen finden sich Menschen, die sich für die Werte und Ziele der UNESCO – in all deren Tätigkeitsgebieten – einsetzen möchten. Die Clubs verfolgen, häufig in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, unterschiedliche Projekte. Sie tragen dazu bei, die Programme der UNESCO zu vermitteln. Zur Zeit gibt es in der Schweiz die UNESCO-Clubs Genf, Freiburg, Tessin und Ostschweiz, die in der schweizerischen Vereinigung der UNESCO-Clubs zusammengeschlossen sind. International sind die UNESCO-Clubs in der World Federation of UNESCO Clubs, Centres and Associations (WFUC) zusammengeschlossen.

Wir möchten in unserer Schule das Thema Welterbe behandeln. Gibt es pädagogisches Material?

Die UNESCO hat ein Unterrichtswerk für die Behandlung des Themas Welterbe in Schulen entwickelt. Es kann bei der Schweizerischen UNESCO-Kommission (SUK) bestellt werden und existiert – neben verschiedenen Drittsprachen – auf Deutsch und Französisch.

Daneben kann jede Schule den UNESCO-assoziierten Schulen beitreten. Dieses – für die Schulen kostenlose – Programm dient der Vermittlung und dem Austausch der UNESCO-Programme bei Jugendlichen. Völkerverständigung und Friedensförderung sollen durch eigene Projekte im Unterricht thematisiert werden. Das Welterbe als Ausdruck der kulturellen Vielfalt und angestrebten nachhaltigen Entwicklung unserer Umwelt bietet sich als Lerninhalt an.

Was bedeutet der UNESCO-Schutz für Kulturerbestätten?

Jedes Land setzt die UNESCO-Welterbe-Konvention nach seinen innerstaatlichen Regeln um, es gibt keinen übergeordneten oder zusätzlichen, besonderen juristischen UNESCO-Schutz. Für die Schweiz bedeutet dies, dass der Schutz der Welterbestätten – wie bei anderen Objekten von nationaler Bedeutung – durch die schweizerische Natur- und Heimatschutzgesetzgebung und die Raumplanung gewährleistet ist. Für die Umsetzung dieses Schutzes sind in erster Linie die Kantone zuständig. Im Rahmen dieser rechtlichen Bestimmungen sind auch Veränderungen und Entwicklungen der Stätten möglich, sofern sie keine den Denkmalwert konstituierenden Teile verändern oder vernichten. Die diesbezügliche fachliche Beurteilung nehmen die Fachstellen der Kantone bzw. das Bundesamt für Kultur (BAK) als Fachstelle des Bundes für Denkmalpflege, Archäologie und Ortsbildschutz vor. Im Rahmen einer in Schutzverfahren üblichen Interessenabwägung wird dem Schutz einer Welterbestätte ein besonderes öffentliches Interesse zugebilligt werden.

Wir befürchten, dass eine Schweizer Welterbestätte durch ein Bauvorhaben gefährdet wird. An wen wenden wir uns?

Die Schweizer Welterbestätten sind im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Grundlagen geschützt. Sämtliche Vorhaben, die eine Stätte beeinträchtigen könnten, werden von den Fachbehörden geprüft, bevor sie zur Ausführung gelangen. Wenn Sie trotzdem der Meinung sind, ein bauliches Vorhaben beeinträchtige eine Schweizer Welterbestätte, kann Ihnen die entsprechende kantonale Fachstelle für Denkmalpflege mit genauen Informationen weiterhelfen. Auch das Bundesamt für Kultur steht Ihnen als Fachstelle des Bundes für Denkmalpflege, Archäologie und Ortsbildschutz für grundsätzliche Fragen zur Verfügung.

Zuletzt aktualisiert am: 01.12.2013

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