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Kurzbiografien der Mitglieder der eidgenössischen Jury für Tanz

Präsidentin: Esther Sutter Straub (1948) ist freischaffende Kultur- und Tanzjournalistin. Sie studierte klassischen Tanz am Theater Basel und an der Royal Ballet School in London sowie modernen und zeitgenössischen Tanz in New York und Dresden. Als Tänzerin arbeitete sie für das Basler Ballett und das Ballett der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. Seit vielen Jahren ist sie Kommunikations-verantwortliche des Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps. Parallel zu ihrer Tätigkeit als Journalistin führt sie ein Tanz- und Tai-Chi-Studio in Basel. Sie war zudem Mitglied des Stiftungsrates von Pro Helvetia für Tanz und internationalen Austausch.

Tiziana Conte (1966) ist freischaffende Kulturjournalistin bei der Radiotelevisione svizzera, arbeitet als Verantwortliche für Kulturprojekte für Arturo prod. Verein und für Kommunikation, Presse und PR im Museo Vincenzo Vela. Sie besitzt ein Lizenziat in Kunst, Musik und Theater der Universität Bologna und bildete sich in den Bereichen Projekt- und Kulturmanagement weiter. Unter anderem hat sie von 1996 bis 2010 beim Amt für Kultur der Gemeinde Chiasso gearbeitet und war von 2002 bis 2010 künstlerische Leiterin des Tanzfestivals Chiassodanza. 2005 war sie Mitglied der Arbeitsgruppe Ausbildung im Rahmen des Projekts Tanz. 2006 war sie Jurymitglied und anschliessend im Jahr 2009 Koordinatorin der Zeitgenössischen Schweizer Tanztage.

Patrice Delay (1968) ist seit 1999 Co-Leiter der École de Danse de Genève und des Ballet Junior. Seine Ausbildung genoss er an der École de Danse de Genève unter der Leitung von Beatriz Consuelo. Er arbeitete nacheinander mit dem Königlichen Ballett von Flandern, dem Ballet Victor Ullate und dem Malandain Ballet Biarritz. Er war Mitglied der Arbeitsgruppe Ausbildung im Rahmen des Projekts Tanz in Bern sowie der Kommission, die sich mit dem EFZ Tanz/Berufsmaturität beschäftigte. 2010 und 2011 war er Mitglied der Jury (Vorauswahl) des Prix de Lausanne und mit der Organisation der Gala zum 40-jährigen Bestehen der Veranstaltung betraut.

Alexandre Demidoff (1966) ist Journalist für die Rubrik «Kultur und Gesellschaft» der Zeitung Le Temps, wo er das aktuelle Geschehen der Sparten Theater und Choreographie abdeckt. Er hat in Brüssel am Institut national supérieur des arts et techniques du spectacle (INSAS) Regie studiert und an der Universität Genf einen Master in französischer Literatur sowie an der Universität Pennsylvania einen Master in «Art and sciences» absolviert. Seit 1994 ist er Kulturjournalist und -kritiker und hat ab 1998 an der Entstehung von Le Temps mitgewirkt, wo er von 2008 bis 2015 die Rubrik Kultur und Gesellschaft leitete. Demidoff erhielt 2008 den Kulturpreis der Greulich Stiftung für seine Arbeit als Tanzkritiker.

Isabelle Fuchs (1963) ist seit 2010 Inspektorin des französischen Ministeriums für Kultur und Kommunikation. Die gebürtige Strassburgerin war Balletttänzerin am Ballet de l'Opéra National du Rhin und anschliessend zeitgenössische Tänzerin in den USA und in Deutschland. Zudem arbeitete sie als Choreographin, Lichtdesignerin, Pädagogin und Managerin sowohl für La Filature - Scène nationale Mulhouse als auch für Private auf internationaler Ebene - nicht zuletzt für Felix Ruckert in Deutschland und Olga Mesa in Spanien und Frankreich, der sie zu internationaler Anerkennung verhalf. Ihre vielseitige Leidenschaft für Tanz führte sie schliesslich dazu, sich in den Dienst der Kulturpolitik im Bereich Tanz in Frankreich zu stellen.

Guillaume Guilherme (1985) arbeitet am Tanzhaus Zürich. Am MARCHEPIED in Lausanne, am Coline in Istres und am Research Cycle von PARTS bildete er sich zum Bühnentänzer aus. Anschliessend tanzte er für Mathilde Monnier, Yvonne Rainer und David Zambrano. Guilherme wurde zudem in Museen als Interpret für Performances eingeladen und hat selber solche für Galerien kreiert. Auch archivierte er den Nachlass Sigurd Leeder im Schweizer Tanzarchiv. Im Jahr 2015 war er zuständig für das erfolgreiche Marketing für die Compagnie Nuna und absolvierte ein Fachdiplom in Kommunikation. Des Weiteren gab Guilherme einen Mediationsworkshop zum Choreographieberuf.

Brigitta Luisa Merki (1954) ist Choreographin und künstlerische Leiterin der 1984 gegründeten Compagnie Flamencos en route, für die sie seither 30 Choreographien realisiert hat. Bezeichnend für ihre zeitgenössischen Tanzinszenierungen sind die enge Verknüpfung mit Live-Musik und die Zusammenarbeit mit visuellen Kunstschaffenden. 2007 gründete sie die Tanzplattform tanz&kunst königsfelden in der Klosterkirche Königsfelden im Aargau. Als Choreographin und Pädagogin arbeitet sie im In- und Ausland. Sie unterrichtete an den Hochschulen für Tanz in Dresden und Mannheim und erteilt Sommerkurse in Italien und Frankreich. Sie wurde mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, unter anderem 2004 mit dem Hans-Reinhart-Ring.

Philippe Olza (1961) ist Freelance-Berater von verschiedenen Institutionen, Compagnien und Kunstschaffenden für die Umsetzung von Projekten. Seine Ausbildung genoss er an der Scuola Teatro Dimitri und an der École Mudra von Maurice Béjart in Brüssel, wo er auch am Ballet du XXe siècle tätig war. Béjart stellte ihn als Tänzer, Schauspieler, Akrobaten und Mitgestalter an. Danach setzte Olza seine Karriere als freischaffender Interpret an internationalen Institutionen fort. Von 1998 an produzierte er eigene Tanztheater-Stücke. Im Jahr 2008 engagierte er sich für die internationale Förderung der Bühnenkunst und war 2013 Jurymitglied der Zeitgenössischen Schweizer Tanztage. Olza ist Chevalier des Arts et Lettres.

Simona Travaglianti (1976) ist Theater- und Tanzwissenschaftlerin. Sie hat an den Universitäten Bern und Lausanne Theaterwissenschaft, Geschichte und Ästhetik des Films und Kunstgeschichte studiert. 2013 wurde sie am Institut für Theaterwissenschaft in Bern mit der interdisziplinären Arbeit «Situationsräume: Zur Emergenz theatraler Räume aus der Site Specificity» promoviert. Sie war als Assistentin am Lehrstuhl für Tanzwissenschaft und als freischaffende Tanzdramaturgin tätig. Für Tanzfestivals und -aufführungen hat sie verschiedene Vermittlungsformate wie Begleitworkshops, Einführungen und Künstlergespräche durchgeführt.


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