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Leseförderung

Lesen und Schreiben sind grundlegende Fähigkeiten, die Tore zu Wissen und Denken öffnen, den Zugang zu Bildung sowie die berufliche Integration sichern und somit einen Pfeiler für eine aktive kulturelle Teilhabe bilden. Die Bedeutung der Leseförderung für die Entwicklung sozialer und intellektueller Kompetenzen ist unbestritten. Dies gilt umso mehr in der heutigen multimedialen Informations- und Kommunikationsgesellschaft, in der Medien allgemein und besonders digitale Medien eine zunehmend wichtigere Rolle spielen. Der Bund setzt bei der Förderung einen Akzent auf die Kinder- und Jugendliteratur. Die Lektüre von Kinderbüchern kann helfen, Lesefertigkeiten zu festigen. Doch Kinder- und Jugendliteratur fördert auch kulturelle, ästhetische und sinnliche Kompetenzen.

Das Bundesamt für Kultur unterstützt die Leseförderung

Auf der Grundlage von Artikel 15 KFG unterstützte der Bund in der Förderperiode 2012-2015 fünf gesamtschweizerische Organisationen und Institutionen, die im Bereich der Leseförderung tätig sind: das SIKJM, die Stiftung Bibliomedia, das Schweizerische Jugendschriftenwerk, den Verein Baobab sowie das Netzwerk der interkulturellen Bibliotheken der Schweiz (Interbiblio). Die konkreten Aufgaben der unterstützten Organisationen und Institutionen sind jeweils in Leistungsvereinbarungen festgehalten.

Zudem wurden auf Basis von Projektgesuchen jährlich Projekte im Bereich von digitalen Medien unterstützt.

Neue Förderperiode 2017-2020

In der neuen Kulturbotschaft 2016-2020 beantragt der Bundesrat ein Paket an Massnahmen im Bereich der Leseförderung:  Die bisherige Leseförderpraxis des Bundes setzte ihren Schwerpunkt auf die Förderung von Organisationen. Ein Vergleich mit anderen Ländern und insbesondere den skandinavischen (PISA-Studien seit 2000) zeigt, dass der Erfolg der Leseförderung massgeblich auf einer direkten Zusammenarbeit mit Schulen basiert. Gestützt auf diese Erfahrung ist neben der bisherigen Strukturförderung in der Schweiz zusätzlich eine Förderung anzustreben, die unter Berücksichtigung der Kompetenzen von Bund und Kantonen die Unterstützung von nachhaltigen Einzelprojekten der Leseförderung in enger Anbindung an Bibliotheken und Schulen ermöglicht.

Eine systematische Leseförderung muss zudem allen Altersstufen Rechnung tragen. Zielte die bisherige Leseförderpraxis vor allem auf die Früh- und Frühestförderung, werden in der kommenden Periode auch Menschen im späteren Jugendalter und Erwachsene zu berücksichtigt. Eine wichtige Zielgruppe bilden dabei Jugendliche am Ende ihrer obligatorischen Schulzeit, die sich im Übergang zur Berufsausbildung befinden. Die Berufsfachschule ist für viele Berufslernende die letzte Gelegenheit, sich mit literarischen Texten vertraut zu machen.

Die neue Verordnung des EDI über das Förderungskonzept für die Leseförderung ist am 1. September 2016 in Kraft getreten. Auf der Förderplattform des BAK können Gesuche für Vorhaben der Leseförderung jeweils bis 1. März eingereicht werden.


Zuletzt aktualisiert am: 13.01.2017

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Sektion Kultur und Gesellschaft
Stéphanie Andrey
Hallwylstrasse 15
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T +41 58 464 10 69
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http://www.bak.admin.ch/kulturschaffen/04250/04251/index.html?lang=de