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Jahresbericht 2007

Editorial

2007 hat das Bundesamt für Kultur die Vorarbeiten zu wichtigen kulturpolitischen Vorhaben des Bundes erfolgreich abgeschlossen. Im Sommer 2007 überwies der Bundesrat die Botschaften und die Entwürfe für ein Bundesgesetz über die Kulturförderung (Kulturförderungsgesetz) sowie für ein Bundesgesetz über die Stiftung Pro Helvetia (Pro Helvetia-Gesetz) zur Beratung an das Parlament. Im Herbst 2007 hat der Bundesrat der Botschaft und dem Entwurf eines Bundesgesetzes über die Museen und Sammlungen des Bundes (Museumsgesetz) zugestimmt und an das Parlament überwiesen. In einer vierjährlich auszuarbeitenden Kulturbotschaft werden wir künftig die Kulturpolitik des Bundes festlegen.

Der Bund ist ein wichtiger Akteur der Kulturförderung und strebt eine klare Verbesserung der Kulturvermittlung an. Um die Kultur und die Kulturschaffenden überzeugend zu fördern und zu unterstützen, müssen die nötigen Voraussetzungen geschaffen werden, damit die Kultur ihr Publikum findet und ihr Zugang zum Markt gesichert wird, auch wenn sie nicht als Ware im gängigen kommerziellen Sinne verstanden werden soll. Die Annahme des UNESCO Übereinkommens über den Schutz der kulturellen Vielfalt durch die UNESCO Mitgliedstaaten, an deren Erarbeitung die Schweiz massgeblich beteiligt war und die entsprechende Botschaft, die dem Parlament im Berichtsjahr zur Ratifikation überwiesen worden ist, belegen diesbezüglich einen breiten Konsens. Die Erhaltung der kulturellen Vielfalt ist ein Schlüsselanliegen in einer globalisierten Welt. Es ist unabdingbar, dass die Kultur von einem Sonderstatus profitiert, der sich von anderen Gütern und Dienstleistungen unterscheidet. In unserem mehrsprachigen Land ist es eine der Aufgaben des Bundesamtes für Kultur, dafür zu sorgen, dass die kulturelle Vielfalt respektiert wird und erhalten bleibt. Es ist auch die Rolle des Bundesamtes für Kultur, sich an die neuen Bedingungen anzupassen, damit sich die Kultur weiterhin bewegen kann, damit gelesen und gesehen wird, damit wir der Kultur dienen können. Indem wir immer wieder über die Möglichkeiten nachdenken, Kultur zu fördern, zu verbreiten, ihr eine Plattform zu bieten, indem wir ihr bessere Voraussetzungen schaffen, erfüllen wir letztlich unsere zentrale Aufgabe!

Im personellen Bereich wurde 2007 der interimistische Direktor der Schweizerischen Landesmuseen, Andreas Spillmann, vom Bundesrat bestätigt und zum Direktor ernannt. Elena Balzardi wurde zur neuen stellvertretenden Direktorin der Schweizerischen Nationalbibliothek und Anne Weibel zur neuen Leiterin der Stabsstelle Kommunikation des Bundesamtes für Kultur gewählt.

Abschliessend möchte ich allen – den Mitarbeitenden des Bundesamtes für Kultur, dem Generalsekretariat des Eidgenössischen Departements des Innern, dem Bundesrat, dem Parlament, der Finanzverwaltung – herzlich danken: für den ununterbrochenen Einsatz, für die fortwährende Unterstützung und das in uns gesetzte Vertrauen.

Jean-Frédéric Jauslin
Direktor

Zuletzt aktualisiert am: 19.06.2008

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Typ: PDF
16.06.2008 | 370 kb | PDF


http://www.bak.admin.ch/org/01308/01989/index.html?lang=de