Bundesamt für Kultur BAK

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Kulturbotschaft 2012-2015

Roland Früh, Médiateur de design, Zurich/ArnhemDie Schönsten Bücher aus aller Welt 2010: 'Teaching Architecture: 3 Positions Made in Switzerland' © BAKArchiv Appenzellerland Tourismus


Am 23. Februar 2011 hat der Bundesrat die Kulturbotschaft über die strategische Ausrichtung der Kulturpolitik des Bundes für die Kreditjahre 2012 bis 2015 dem Parlament überwiesen. Die Kulturbotschaft wurde in der Herbstsession 2011 vom Parlament verabschiedet.

Der Bundesrat bestimmt als Kernziele der Kulturpolitik des Bundes die Pflege der kulturellen Vielfalt und die Verbesserung des Zugangs zur Kultur. Er will den Austausch fördern und gute Rahmenbedingungen für die Kultur- und Kreativwirtschaft schaffen. Er verstärkt die Zusammenarbeit mit den Kantonen, Städten und Gemeinden in einem nationalen Kulturdialog mit dem Ziel, den Informationsaustausch zu verbessern, parallele oder komplementäre Interessen der Partner zu verfolgen, die Zusammenarbeit zu verstärken und das gegenseitige Verständnis und Vertrauen zu fördern. Weiter definiert die Botschaft zwei aktuelle Themen, die im betreffenden Zeitraum besondere Aufmerksamkeit erhalten sollen: die lebendigen Traditionen und die digitale Kultur. Die Botschaft präzisiert die Schwerpunkte des Bundesamtes für Kultur, Pro Helvetia, der Schweizerischen Nationalbibliothek und des Schweizerischen Nationalmuseums für die Jahre 2012 bis 2015:

  • Das Bundesamt für Kultur entwickelt Eidgenössische Preise für sämtliche Kreativbereiche und erweitert die bis anhin für die visuellen Künste und den Film geltenden Bestimmungen auf die Musik, die Literatur, den Tanz und das Theater. Es unterstützt die musikalische Bildung und entwickelt die Subventionspolitik für kulturelle Veranstaltungen von nationaler Ausstrahlung, die sich insbesondere an die breite Öffentlichkeit richten.
  • Pro Helvetia setzt sich für die Nachwuchsförderung in allen Kulturbereichen ein, verstärkt die Unterstützung des Kunstschaffens und ist zuständig für die Vertretung der Schweiz an den Kunst- und Architekturbiennalen. Der Stiftungsrat konzentriert sich auf strategische Belange und reduziert seine Mitgliederzahl von heute 25 auf 9.
  • Die Schweizerische Nationalbibliothek, seit 2006 eine Organisationseinheit des Bundesamtes für Kultur mit Leistungsauftrag und Globalbudget, konzentriert ihre Tätigkeit auf die Sammlung und Erhaltung der digitalen Publikationen und auf die Digitalisierung ihrer Papierbestände.
  • Das Schweizerische Nationalmuseum, bestehend aus dem Landesmuseum Zürich, dem Schloss Prangins, dem Forum der Schweizer Geschichte in Schwyz und dem Sammlungszentrum in Affoltern am Albis, erneuert die Präsentation seiner ständigen Sammlung und entwickelt sich zu einem Kompetenzzentrum für Museumswissenschaft mit einem Leistungsangebot an Dritte.

Die gesamten mit der Kulturbotschaft verabschiedeten Zahlungsrahmen und Verpflichtungskredite belaufen sich für die Jahre 2012 bis 2015 gemäss Beschluss des Parlaments auf 669,5 Millionen Franken. Die Finanzmittel liegen damit rund 5% über der Finanzplanung des Bundes.

Die Kulturbotschaft wurde am 1. Januar 2012 mit dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über die Kulturförderung wirksam.


Zuletzt aktualisiert am: 01.02.2012

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Dokumente

Typ: PDF
Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2012–2015 (Kulturbotschaft)
23.02.2011 | 18 kb | PDF
Typ: PDF
Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2012–2015 (Kulturbotschaft)
13.04.2011 | 430 kb | PDF

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