«Foudre» vertritt die Schweiz im Wettbewerb um einen Oscar

Bern, 04.08.2023 - Das Bundesamt für Kultur wird den Spielfilm «Foudre» von Carmen Jaquier bei der Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood in der Kategorie «bester internationaler Film» einreichen. Im Dezember 2023 wird bekanntgegeben, ob das Erstlingswerk in die Short List der für einen Oscar nominierbaren Filme aufgenommen wird.

«Foudre» (Englisch: «Thunder») erzählt die Geschichte der siebzehn Jahre alten Elizabeth. Im Sommer 1900, in einem Tal im Süden der Schweiz, steht sie kurz davor, ihr Gelübde als Nonne abzulegen. Der plötzliche Tod ihrer älteren Schwester zwingt Elizabeth jedoch, zu ihrer Familie zurückzukehren und damit zu einem Leben harter Arbeit, das sie fünf Jahre zuvor verlassen hatte. Elisabeth ist kein Kind mehr und die Geheimnisse, die den Tod ihrer Schwester umgeben, bringen sie dazu, für ihr Recht auf ein selbstbestimmtes Leben zu kämpfen.

In ihrer Begründung schreibt die Jury über «Foudre»: «Befreiung und Schwesterlichkeit in einer archaischen Bergwelt stehen im Zentrum dieses zeitgemäss feministischen Epochenfilms. Carmen Jaquiers einzigartig sinnliches Erstlingswerk erforscht gekonnt die Bezüge zwischen Sexualität und Glauben und fasziniert durch eine Inszenierung voller Nuancen und eine starke Bildsprache.»  

Die Genfer Firma Close Up Films (Flavia Zanon) produzierte Jaquiers Spielfilmdebüt. Der Film feierte seine Weltpremiere im vergangenen Jahr am renommierten Toronto International Film Festival (TIFF). Damit setzte «Foudre» zu einer beachtlichen Festivalkarriere an: von San Sebastian über Busan bis nach Sydney, wurde der Film an nahezu 20 Festivals eingeladen. Am Zürich Film Festival (ZFF) erhielt «Foudre» unter anderem eine Erwähnung im Focus-Wettbewerb sowie die Auszeichnung «Emerging Swiss Talent Award» und an den Solothurner Filmtagen den Preis für die beste «Opera Prima». Auch an diversen internationalen Filmfestivals durfte der Film Auszeichnungen entgegennehmen. Der Film wurde am diesjährigen Schweizer Filmpreis in den Kategorien «Beste Filmmusik» sowie «Bester Ton» ausgezeichnet. Weil «Foudre» mit Dekanalog bereits einen US-Verleiher gefunden hat, wird der Film auch in den US-Kinos zu sehen sein.

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences in Hollywood veröffentlicht am 21. Dezember die Short List und am 23. Januar 2024 die fünf nominierten Filme. Die Verleihung der Oscars findet am 10. März im Dolby Theatre in Los Angeles statt.

Jury 2023

Die diesjährige Jury, die den Schweizer Beitrag für die Kategorie «International Feature Film» ausgewählt hat, besteht aus folgenden Mitgliedern: Jurypräsident Joël Jent (Zürich – Drehbuch und Produktion); David Epiney (Genf – Produktion); Caterina Mona (Zürich – Montage und Regie); Agnieszka Ramu (Vevey – Produktion); Nicola Ruffo (Zürich – Filmpromotion); Petra Volpe (New York/Berlin – Regie und Drehbuch); Marlène von Arx (Los Angeles – Filmjournalismus). 


Adresse für Rückfragen

Daniel Menna, stv. Leiter Kommunikation Bundesamt für Kultur, +41 58 469 69 50, daniel.menna@bak.admin.ch
Flavia Zanon, Produzentin, +41 79 275 81 50, flavia@closeupfilms.ch


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Bundesamt für Kultur
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Letzte Änderung 25.03.2019

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