Mises au point et clarifications

L'Office fédéral de la culture (OFC) est l'interlocuteur des médias et des citoyennes et citoyens pour les questions ayant trait à la politique culturelle de la Confédération. Vous trouverez ici des mises au point et clarifications. Les textes ne seront dans la règle publiés que dans la langue originale de l'article ou de la demande.

NZZ am Sonntag, 24. Oktober 2021

Im Beitrag «Netflix und Sky drängen den Schweizer Film in die Zukunft» finden sich folgende Aussagen: «Mit dieser [gemeint ist die so genannte «Lex Netflix»] sind die Abgaben gemeint, die neu auch Streaming-Plattformen und ausländische Werbefenster leisten sollen. Bisher waren Schweizer TV-Sender verpflichtet, 4% ihrer Einnahmen in Schweizer Filme und Serien zu investieren. […] Interessanter als diese Verpflichtung wären für Netflix direkte Investitionen etwa bei Koproduktionen: Wenn Netflix solche realisiert, kann die Firma mitbestimmen, wohin das Geld fliesst. Die Abgabe hingegen würde vom Bund verwaltet.»

Diese Formulierung kann dahingehend missverstanden werden, dass sie Streaming-Anbieter in jedem Fall eine «Abgabe» in der angegebenen Höhe leisten müssen, die vom Bund verwaltet wird. Das Schweizer Modell sieht aber primär eine Investitionspflicht vor. Die Streaming-Anbieter erhalten einen Anreiz, in Schweizer Produktionen sowie internationale Koproduktionen wie Serien direkt zu investieren. Die erwähnte «Abgabe» zugunsten der Schweizer Filmförderung kommt erst dann zum Zug, wenn die Anbieter nicht in Produktionen investieren.

Insideparadeplatz, 30. Juli 2021

Entgegen der im Beitrag „Suisse Miniature in Peking“ genannten Zahl wurde vom Bund für die Schweizerschule in Peking nie die Zielgrösse von 150 Schweizer Schülerinnen und Schülern anvisiert. Die Zahl 150 bezieht sich auf die Gesamtzahl Schülerinnen und Schüler, unabhängig von ihrer Nationalität. 

«Nebelspalter», 14. Mai 2021

Unter dem Titel «Die freye Jury» wurden im «Nebelspalter» der vom BAK durchgeführte Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher» bzw. die damit verbundenen Auszeichnungen thematisiert. Die Angaben, die das BAK dem Verfasser des Beitrags auf eine entsprechende Anfrage hin hat zukommen lassen, haben im Beitrag nur teilweise Eingang gefunden. Der Vollständigkeit und Klarheit halber sind im Folgenden die erteilten Informationen aufgeführt.

Zu den Teilnahmebedingungen

In den Weisungen zum Wettbewerb «Die schönsten Schweizer Bücher» wird verlangt, dass einer der am Werk Beteiligten (Gestalter, Verleger oder Drucker) Schweizer ist.

Zur Zusammensetzung und Unabhängigkeit der Jury

In der Regel ist die Jury mit mehreren Mitgliedern international besetzt. Für die Bewertung der durchschnittlich rund 400 Bücher ist es wichtig, dass die Jury sie physisch einsehen und beurteilen kann. Aufgrund der mit der Covid-Pandemie verbundenen Reisebeschränkungen mussten in diesem Jahr auf einige ausländische Experten verzichtet werden, die nicht an der Jurysitzung teilnehmen konnten.

Um die Unabhängigkeit der Jurymitglieder zu gewährleisten, sind folgende zwei Massnahmen vorgesehen: Hat ein Jurymitglied an der Entwicklung eines Buches mitgewirkt, muss es das Buch aus dem Wettbewerb zurückziehen. Jedes Jahr werden mehrere Bücher zurückgezogen. Und im Falle eines möglichen Interessenkonflikts treten die jeweiligen Jurymitglieder für die Beurteilung des betroffenen Werkes in den Ausstand.

Zu den finanziellen Aspekten

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs «Die schönsten Schweizer Bücher» erhalten kein Geld. Sie werden im Katalog «Die schönsten Schweizer Bücher» aufgenommen und für die Auszeichnung «Schönste Bücher der Welt» in Leipzig nominiert. Zudem werden ihre Werke im Rahmen einer Wanderausstellung im In- und Ausland präsentiert. Ausserhalb von Pandemie-Zeiten wird die Ausstellung jeweils an 4-5 Standorten in der Schweiz und 8-10 Standorten im Ausland gezeigt.

Das BAK finanziert die Ausstellung der Bücher, sowohl in der Schweiz als auch im Ausland. Im Jahr 2020 wurden 50 000 Franken für die Ausstellung zur Verfügung gestellt (Ausstellungsgestaltung, Aufbau, Dokumentation: 32 000 Franken; Wanderausstellungen in der Schweiz: 12 000 Franken; Ausstellungen im Ausland: 6000 Franken).

«Schweiz am Wochenende», 6. März 2021

Der Beitrag «Nur die Guten erhalten Geld» thematisiert den Entscheid des Regierungsrats des Kantons Zürich, in Zusammenhang mit der Covid-Pandemie ausschliesslich Arthouse-Kinos mittels Ausfallentschädigungen zu unterstützen. Für die Ausrichtung der Ausfallentschädigungen sind die Kantone zuständig. Die Entschädigungen werden zu gleichen Teilen vom Kanton und dem Bund finanziert. In diesem Zusammenhang hält das Bundesamt für Kultur (BAK) fest, dass der Bund den Kantonen keine Empfehlung darüber abgeben hat, welche Kinos mittels Ausfallentschädigungen zu unterstützen sind. Die Bundesregelungen sehen keine Art von Einschränkung in Bezug auf die Unterstützung von Kinos vor. Wie im Artikel erwähnt wird, entscheiden die Kantone frei über die Gesuche um Ausfallentschädigung und können dabei kulturpolitische Prioritäten setzen. 

Sendung «Rendez vous» (SRF) vom 4. März 2021

In einem Beitrag der SRF-Informationsradiosendung «Rendez-vous» vom 4. März 2021 wird in Bezug auf das Entschädigungsmodell für Kulturschaffende des Kantons Zürich Folgendes geäussert: «[…] letzte Woche [gab] das Bundesamt für Kultur seinen Segen. Zumindest für die drei Monate zwischen November 2020 und Januar 2021.»

Diese Aussage trifft nicht zu. Das so genannte «Zürcher Modell» wird für den angegebenen Zeitraum ausschliesslich aus kantonalen Mitteln finanziert. Dazu bedarf der Kanton keiner Genehmigung durch das Bundesamt für Kultur (BAK). Das BAK äussert sich ausschliesslich zur Frage, ob eine finanzielle Beteiligung durch den Bund an diesem Entschädigungsmodell mit den geltenden rechtlichen Grundlagen vereinbar ist. Dies ist auf der Basis der geltenden Covid-19-Kulturverordnung nicht der Fall.  

Le Temps, article du 26 février 2021

L’article Un «revenu de base» pour la culture est légal est paru dans Le Temps du 26 février, en relation avec le modèle de soutien que le canton de Zurich compte introduire pour les acteurs culturels avec le soutien de la Confédération. Nous nous permettons de mettre la position complète de l’Office fédéral de la culture à ce sujet.

Le 18 décembre, le Parlement fédéral a décidé à la demande du Conseil fédéral de réintroduire l'instrument de l’indemnisation des pertes financières pour les acteurs culturels, applicable entre mars et octobre 2020 et qui était réglée dans l’Ordonnance d’urgence COVID dans le secteur de la culture datant du 20 mars 2020. Comme mentionné dans le débat du Conseil des Etats du 14 décembre , il s’agissait de revenir aux conditions d’octroi de ces indemnisations prévues lors de la première phase. Suite à l’adoption de la loi, le Conseil fédéral a modifié le même jour l'Ordonnance COVID-19 culture en conséquence (art. 4ff de l'Ordonnance COVID-19 culture). Il a également adapté l’ordonnance pour tenir compte de l’absence de programmation en raison des incertitudes liées à la planification. Dans ce cas, l’indemnisation peut être basée sur la programmation réelle durant les mois de référence pertinents des deux dernières années.

Mi-janvier, le canton de Zurich a annoncé publiquement le modèle de « revenu de base » qu'il comptait introduire pour les acteurs culturels. Ce modèle ne répond pas aux exigences de l’Ordonnance COVID-19 culture puisqu’il suppose un revenu fictif ou une perte forfaitaire imputable de 4'800 francs identique pour tous et pas la réparation d’un dommage individuel et concrétisé.

L'OFC a par conséquence informé le canton de Zurich que la Confédération ne pouvait pas participer aux coûts du modèle qu’il avait développé, celui-ci restant bien évidemment libre de le mettre en œuvre avec un financement cantonal propre.

Dans un avis mandaté par le canton de Zurich, le prof. Felix Uhlmann conclut également que le modèle de soutien zurichois nécessite une adaptation de la base juridique. Il existait toutefois une divergence sur la question de savoir si une modification de l’Ordonnance COVID-19 culture par le Conseil fédéral est suffisante, comme l'indique l’avis en question, ou si une modification de la loi COVID 19 par le Parlement est nécessaire.

Un avis externe mandaté par l’OFC arrive à la conclusion que la loi COVID-19 n’a pas besoin d’être adaptée pour mettre en œuvre le modèle de ZH mais qu’en revanche une révision de l’Ordonnance est indispensable. Il termine en précisant que le Conseil fédéral n'est pas tenu par la loi d’y procéder.

Concrètement, le modèle ZH ne correspond donc pas au cadre légal en vigueur : le Conseil fédéral devrait réviser l'Ordonnance COVID-19 Culture pour pouvoir assurer la prise en charge du modèle du canton de Zurich. Ce n'est en effet qu'ainsi que le co-financement par la Confédération serait possible.

Pour le préciser : Une révision de l’Ordonnance par le Conseil fédéral nécessite au préalable une consultation des cantons, des partenaires sociaux ainsi que des commissions parlementaires.  

25.02.2021 Ersatzeinkommen für Kulturschaffende (Zürcher Modell)

In einem Beitrag der Sendung «Schweiz Aktuell» vom 24. Februar 2021, der in der Folge von weiteren Medien aufgegriffen worden ist, wurde das Modell eines befristeten Einkommens für Kulturschaffende thematisiert, das vom Kanton Zürich entworfen worden ist. Zahlreiche Reaktionen an das BAK haben gezeigt, dass der Beitrag den irrtümlichen Eindruck erweckt hatte, ein solches Modell könne aus Sicht des BAK ohne Weiteres eingeführt werden. Dies trifft nicht zu. Aus diesem Grund geben wir im Folgenden die Stellungnahme, die das BAK SRF im Vorfeld des Beitrags zukommen liess, im Wortlaut wieder:

«Die externe Überprüfung teilt die Einschätzung des Kurzgutachtens: Das Covid-19-Gesetz würde das vom Kanton Zürich vorgesehene Modell der Ausfallentschädigung an Kulturschaffende grundsätzlich zulassen. Die massgebende Verordnung hingegen tut das nicht. Konkret müsste der Bundesrat für die Umsetzung des Modells des Kantons Zürich also die Covid-19-Kulturverordnung anpassen. Nur so wäre ein Mitfinanzierung durch den Bund möglich. Wie das Bundesamt für Kultur bereits betonte, kann der Kanton Zürich sein Modell auch ohne Anpassung der Covid-19-Verordnung umsetzen, muss dessen Finanzierung aber diesfalls alleine tragen und kann seine Förderentscheide auch nicht auf Bundesrecht abstellen. Ob der Bundesrat eine Änderung der Verordnung vornimmt, ist ein politischer Entscheid. Im Rahmen der Beratung der Revision des Covid-19-Gesetzes in der kommenden Frühjahrssession stehen weitere Vorschläge zur Diskussion, die eine Anpassung der Covid-19-Kulturverordnung erfordern würden.»

NZZ am Sonntag vom 15. Februar 2021

Im Beitrag «Lieber allein» wird unter anderem die Video-on-Demand (VOD)-Auswertung in der Schweiz thematisiert. Das Bundesamt für Kultur (BAK) hatte in Hinblick auf den Artikel eine Reihe von Fragen erhalten und innerhalb der gewünschten Frist beantwortet. Da die Stellungnahme des BAK im publizierten Beitrag nicht berücksichtigt wurde, wird sie im Folgenden im Wortlaut wiedergegeben.

Wenn man davon ausgehen muss, dass die Kinos noch länger geschlossen bleiben, und ebenso, dass Filme künftig eher gestreamt als im Kino gesehen werden, wie schnell kann das BAK die Auswertung anpassen?

Das BAK hat die Berücksichtigung von Streaming und VOD-Filmstarts in den neuen Auswertungsförderungen für die Förderperiode 2021-2024 bereits vor der Corona-Krise vorgesehen und nun umgesetzt. Seit 2021 können z.B. mit der neuen selektiven Verleih- und Vertriebsförderung für Schweizer Filme auch reine VOD-Filmstarts unterstützt werden. Mehr Infos hier: Praktische Hinweise - Selektive Verleih- und Vertriebsförderung

Bei der erfolgsabhängigen Filmförderung (Succès Cinéma) sind sogar rückwirkend ab dem Jahr 2020 sogenannte «virtuelle Kinoeintritte» – digitale Verkäufe von Filmen über Plattformen, bei welchen die Einnahmen zwischen Kino und Verleih geteilt werden – anrechenbar. Berücksichtigung virtueller Kinosäle für Succès Cinéma

Das BAK ist in seiner Fördertätigkeit an die Filmförderverordnung gebunden, die grundsätzlich für 4 Jahre Bestand hat. In Ausnahmesituationen wie der Corona-Pandemie kann das BAK aber schnell reagieren und hat dies im 2020 auch getan: So wurden bereits im Mai 2020 mit einer Verordnungsrevision erste Anpassungen in Folge der Corona-Situation für die Verleihförderung in Kraft gesetzt. Solche Verordnungsrevisionen sollten aber Ausnahmen bleiben, da die Filmbranche auch auf Rechtssicherheit während der 4-jährigen Geltungsdauer der Verordnung angewiesen ist.Die aktuelle Strategie des BAK in der Auswertungsförderung verfolgt folgende Ziele: einerseits eine Stärkung der Kinos als kulturelle Begegnungsorte (neues Förderinstrument für Kinos, welche sich besonders für ihr Publikum engagieren) und andererseits mehr Flexibilität in der Verleihförderung, was die Auswertungsstrategie anbelangt.

Zurzeit sei es kompliziert und stark Kino-fokussiert, so habe ich erfahren. Wenn z.B.  "Mare" auf Cinefile.ch angeschaut wird, erhalten Verleiher nichts, wenn derselbe Film auf derselben Plattform jedoch via Kino-Seite angeklickt wird, dann schon. Wieso?

Hier handelt es sich um Aussagen im Zusammenhang mit der erfolgsabhängigen Filmförderung (Succès Cinéma) und der Berücksichtigung der virtuellen Kinoeintritte für Schweizer Filme (siehe Dokument zu den virtuellen Kinos).

Die langfristige Strategie des BAK ist es, dass sämtliche Auswertungskanäle ausserhalb des Fernsehens und des Homevideos (d.h. Festival, Kino, VOD) bei der erfolgsabhängigen Filmförderung berücksichtigt werden, da diese Auswertungskanäle ja alle zum Erfolg eines Schweizer Films beitragen. Ab 2021 werden neben den Kinoeintritten auch Eintritte an Schweizer Filmfestivals sowie die virtuellen Kinoeintritte für Succès Cinéma berücksichtigt, noch nicht aber die «reinen» VOD-Verkäufe über Plattformen wie Cinefile. Dies hat folgende Gründe:

  • Seit 2017 besteht eine Meldepflicht aller VOD-Abrufe für Plattformen, die mit ihrer Geschäftstätigkeit das Schweizer Publikum anvisieren (neben den Schweizer Plattformen also auch für Netflix, YouTube, Amazon etc.). Diese Meldepflicht ist analog zur Meldepflicht von Kinoeintritten in der Schweiz, allerdings technisch sehr viel komplexer. Das BAK stützt sich bei Succès Cinéma auf die vom Bundesamt für Statistik beglaubigten Kinoeintritten und –Zahlen; im Bereich des «reinen» VOD ist aber die Qualität der gemeldeten Daten aktuell noch nicht genügend, um diese für Succès Cinéma verwenden zu können. D.h. bis VOD-Abrufe für Succès Cinéma angerechnet werden können, muss zuerst die Datenqualität von den Unternehmen verbessert werden. Dies könnte noch etwas dauern.
  • Um aber speziell in den schwierigen Corona-Zeiten diejenigen Kinos zu unterstützen, welche ihr Filmprogramm auch online anbieten (wie dies z.B. die Kult.Kinos in Basel bereits vor Corona gemacht haben), wurde Succès Cinéma auf die virtuellen Kinoeintritte ausgedehnt. Schweizer Kinobetriebe melden die virtuellen Eintritte wie normale Kinoeintritte, d.h. hier kann die Datenqualität gesichert werden. Jedem Schweizer Kino steht es offen, ein solches digitales Angebot zu offerieren; und jede Verleihfirma kann selbst wählen, über welche Kanäle sie die Filme digital vertreibt.

Und wie verhält es sich mit der VoD-Auswertung, wenn Verleiher ausländische Filme auf Plattformen rausbringen (müssen)?

Für reine VOD-Starts von ausländischen Filmen gibt es beim BAK momentan kein Förderinstrument. Das BAK beobachtet die Situation und steht in Kontakt zu Verleihern von solchen Filmen. Sollten die Kinos auch nach dem Frühjahr 2021 geschlossen bleiben, wird das BAK die Konzeption der Förderinstrumente für diese Filme neu evaluieren.

Grundsätzlich: In Europa tauscht sich die Filmbranche über die durch Covid stark beschleunigten Veränderungen aus, wie: Transformation der Kinos, Bildschirm statt Leinwand, das Ende der Auswertungskette... Gibt es beim Bund ähnliche Bestrebungen?

Selbstverständlich; das BAK nimmt auch über verschiedene Gremien wie EFAD (European Film Agency Directors), EFARN (European Film Agency Research Network), Eurimages und das MEDIA Desk an den europäischen Diskussionen teil, bei denen je nach Fragestellung auch europäische Branchenverbände wie Europa Distribution oder UNIC vertreten sind. Zudem ist das BAK in regelmässigem Austausch mit den nationalen Verbänden wie ProCinema, Filmdistribution Schweiz, den Produzent*innenverbänden und dem Schweizerischen Kinoverband. Vergangenes Jahr haben mehrere Treffen des BAK mit diesen Verbänden stattgefunden, und diese Treffen werden 2021 weitergeführt.

Beiträge an Transformationsprojekte: Kulturunternehmen mit Sitz in der Schweiz können für Projekte, welche die strukturelle Neuausrichtung oder die Publikumsgewinnung zum Gegenstand haben, bei den Kantonen dafür Finanzhilfen beantragen. Die Kosten werden hälftig vom Bund getragen. Siehe: Kulturunternehmen

«Schweiz am Wochenende» vom 7.11.2020

Im März 2020 hat der Bundesrat ergänzend zu den gesamtwirtschaftlichen Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie für den Kultursektor Massnahmen beschlossen und in einer Notverordnung konkretisiert, die bis am 20. September in Kraft war. Im September hat das Parlament einer Weiterführung der Unterstützung des Kultursektors bis Ende 2021 gestützt auf das Covid-19-Gesetz zugestimmt.

Unterstützt werden Kulturunternehmen, Kulturschaffende und Kulturvereine im Laienbereich, die aufgrund behördlicher Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie einen wirtschaftlichen Schaden erleiden.

Die im Beitrag «Die Politik opfert die Kultur» wiedergegebene Behauptung des Präsidenten des Verbands «Kreativwirtschaft Schweiz», wonach kommerzielle Kulturunternehmen nichts von der Coronahilfe erhalten würden, weil das die Paragraphen angeblich nicht zuliessen, entspricht nicht den Tatsachen. Kulturunternehmen können, nebst den für die Gesamtwirtschaft bestehenden Massnahmen wie etwa Kurzarbeitsentschädigung, bei den Kantonen Ausfallentschädigungen beantragen. Diese Unterstützungsmassnahmen stehen sowohl gewinnorientieren als auch nicht-gewinnorientierten Unternehmen offen. Kulturschaffende, die nicht in einem Angestelltenverhältnis sind, können ihrerseits nebst Erwerbsausfallentschädigungen durch die AHV-Ausgleichskassen beim Verein «Suisseculture Sociale» Nothilfen beantragen.

«Die Weltwoche» vom 16.07.2020

Ein Artikel in der Weltwoche vom 16.7.2020 kommentiert die Berechnungsgrundlage für die Subventionierung von Schweizerschulen im Ausland. Der Artikel kritisiert die Tatsache, dass auch die Zahl der Schulkinder ohne Schweizer Nationalität in die Berechnung einfliesst und legt nahe, dass der Bundesrat für diese Anpassung verantwortlich sei. Wir möchten präzisieren, dass die Grundlagen für die Subventionierung im revidierten Schweizerschulengesetz verankert sind. Der Verzicht auf eine Mindestzahl von Schweizer Schülerinnen und Schülern und die Berücksichtigung der Gesamtschülerzahl für die Subventionierung der Schweizerschulen wurden vom Gesetzgeber ausdrücklich so gewünscht, damit die Schulen weiter wachsen können. Das revidierte Schweizerschulengesetz wurde am 21. März 2014 vom Parlament im Standardverfahren verabschiedet.

Précision relative au sujet du 19:30 de la RTS du 25.6.2020 « Une solution se profile pour des aires d'accueil de gens du voyage étrangers »

Un sujet du 19:30 de la RTS sur les aires de transit pour les gens du voyage étrangers appelle un certain nombre de précisions sur les travaux en cours sur ce plan.

  • Le rôle de l’Office fédéral de la culture (OFC) n’est pas de gérer les places de transit pour les gens du voyage étrangers, cette gestion relève de la compétence des cantons. L’OFC assure la coordination de la planification des aires de transit dans un groupe de travail visant à établir une conception nationale en la matière. Le groupe de travail piloté par l’OFC est composé de représentants des gouvernements de Berne, Neuchâtel, Vaud, Zurich et Thurgovie, ainsi que des offices fédéraux compétents.
  • La conception nationale en matière d’aires de transit sera soumise à une audition encore cette année. Celle-ci précisera les rôles de la Confédération et des cantons dans la planification, l’exploitation et le financement des aires de transit, d’une part ; elle déterminera d’autre part un nombre de places de stationnement par région, c’est-à-dire le nombre de caravanes qui doivent pouvoir être accueillies dans les différentes régions. Il appartiendra ensuite aux régions de fixer le nombre, la taille et le lieu précis des aires de transit nécessaires pour satisfaire aux besoins.
  • Le nombre de places de stationnement nécessaire est l’objet d’une évaluation. Il n’est actuellement pas fixé, ni les cantons dans lesquels elles devront être établies.

Précision relative à l’article paru dans la Liberté du 12.6.2020, « Editions en perdition »

La Liberté a contacté l’OFC en indiquant vouloir donner la possibilité à sa directrice de réagir aux critiques que les milieux de l’édition romands formulaient envers l’Office, en relation avec une lettre ouverte en préparation. Ce n’est pas l’habitude de l’OFC de répondre à des lettres ouvertes ni de discuter avec les scènes culturelles par la voie des médias. Les échanges de l’OFC et Pro Helvetia avec les milieux de l’édition ont par ailleurs été nombreux et suivis au cours de ces derniers mois. C’est pourquoi l’OFC a indiqué vouloir s’abstenir de prendre position. L’Office se tient en revanche naturellement à disposition des médias pour répondre à toutes les demandes portant sur les mesures prises par le Conseil fédéral pour soutenir le secteur culturel face aux conséquences du Covid 19.

24Heures, édition du 30 mai 2020

Dans un article paru dans le 24H sur le rapport publié par le Contrôle fédéral des finances sur l’efficacité des écoles suisses de l’étranger, il est fait mention que la proportion d’élèves suisses y est stable voire en diminution.

En 2015, dans le cadre de la révision intégrale de la loi sur les écoles suisses à l’étranger, le législateur a effectivement explicitement abandonné la clause du pourcentage minimum d'enfants suisses dans les écoles afin que les écoles puissent se développer. A cette occasion, il a souligné que la « suissitude » (swissness) se transmettait principalement par le biais des enseignants suisses, des directions d’écoles suisses et des plans d'études suisses.

«Die Weltwoche» vom 14.05.2020

In einem Beitrag zu den Massnahmen des Bundes zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der COVID-19-Pandemie für den Kultursektor finden sich verschiedene fehlerhafte oder ungenaue Angaben:

  • Das Eidgenössische Departement des Innern hat keine «1,3 Milliarden Franken für zwei Monate Kulturausfälle» beantragt.
  • Im Artikel wird ausgeführt, dass «bei einer Anzahl von 21’191 haupt- sowie freiberuflichen Kulturschaffenden […] im Schnitt jedem einzelnen von ihnen 61'300 Franken in die Kasse gespült» worden wäre. Diese Rechnung geht davon aus, dass die gesamten Finanzmittel für die Unterstützung der Kulturschaffenden verwendet werden sollen. Das ist nicht der Fall. Tatsächlich werden neben den Kulturschaffenden auch Kulturunternehmen und Kulturvereine, die wegen der Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, unterstützt.
  • «Das Bundesamt für Kultur geht allerdings von einer viel höheren Anzahl Kulturschaffender aus»: Die in diesem Absatz erwähnten 275'000 Personen in rund 71'000 Betrieben entsprechen nicht – wie im Artikel suggeriert – den professionellen Kulturschaffenden, deren soziale Sicherung dem Verein Suisseculture Sociale obliegt. Die Zahl umfasst sämtliche in der Kulturwirtschaft beschäftigten Personen. Diese Zahlen stützen sich auf die Kulturwirtschaftsberichte der Schweiz, publiziert von der Zürcher Hochschule der Künste in Zusammenarbeit mit dem Venture CreativeEconomies und dem Statistischen Amt des Kantons Zürich, und basieren auf Erhebungen des Bundesamtes für Statistik sowie auf Daten der Eidgenössischen Steuerverwaltung.
  • Der Beitrag erwähnt, dass ein Nachtragskredit von 105 Millionen hätte beantragt werden sollen. Die Darstellung suggeriert, das Mehrmittel beantragt wurden. Tatsächlich ging es aber nur um die in der Folge erwähnte Umverteilung von Mitteln, welche über so genannte «Budgetnachträge» zu erfolgen hat.  

Diverse Titel CH Media, 27.1.2020

Das Datum der Nacht der Nominationen wurde entgegen den im Artikel «Regisseure kritisieren Schweizer Filmpreis» wiedergegebenen Äusserungen im Rahmen der Ausschreibung für den Filmpreis 2020 am 22. Juli 2019 durch das Bundesamt für Kultur (BAK) kommuniziert. Eine abermalige Orientierung der Vorverschiebung erfolgte an der Mitgliederversammlung der Schweizer Filmakademie vom 11. August 2019 in Locarno und ist im entsprechenden Protokoll festgehalten. Zudem wurde im Newsletter der Solothurner Filmtage am 19. September nochmals auf die Änderung hingewiesen und im Zulassungsschreiben des BAK vom 3. Dezember das neue Datum wiederholt bestätigt.

 

«Sonntagsblick» vom 15.12.2019

In einem Beitrag zur Förderung der italienischen Sprache und Kultur durch den Bund findet sich die Aussage, das Bundesamt für Kultur spreche «Jahr für Jahr acht Millionen Franken für die italienische Sprache». Die tatsächlichen Beiträge zur Förderung der italienischen Sprache und Kultur belaufen sich auf rund 2,45 Millionen Franken jährlich zugunsten des Kantons Tessin sowie rund 1 Million Franken für den Kanton Graubünden für Massnahmen zugunsten des Italienischen in Italienischbünden. Hinzu kommen 0,8 Millionen Franken für die Förderung des Italienischen ausserhalb der italienischsprachigen Schweiz.

Im Folgenden veröffentlichen wir ausserdem die Antwort des BAK auf die Anfrage für den betreffenden Zeitungsartikel, die im Beitrag keinen Eingang gefunden hat:

«Grundsätzlich fällt in der Schweiz das Schulwesen in die Zuständigkeit der Kantone. Der Handlungsspielraum des Bundes im Bereich der Sprachenpolitik bewegt sich innerhalb des Rahmens, den die Bundesverfassung setzt. In diesem Rahmen und auf der Grundlage des Sprachengesetzes SpG (Art. 22) und der Sprachenverordnung SpV (Art. 18 und 25) unterstützt der Bund die Kantone Graubünden und Tessin bei der Erhaltung und Förderung der rätoromanischen und der italienischen Sprache und Kultur.
 
Der Bundesrat hat gestützt auf diese Grundlagen im Rahmen der Kulturbotschaft 2016–2020 entschieden, eine Reihe von Fördermassnahmen für die italienische Sprache in die Wege zu leiten. Der eingeschlagene Weg wird in der Kulturbotschaft 2021-2024, die der Bundesrat im Frühjahr 2020 verabschieden wird, bestätigt.
 
Seit 2016 kann das Bundesamt für Kultur Massnahmen zugunsten der italienischen Sprache ausserhalb ihres herkömmlichen Verbreitungsgebiets (Tessin und Italienischbünden) unterstützen. In diesem Zusammenhang können Projekte gefördert werden, die zur Verbesserung der allgemeinen Bedingungen des Italienischunterrichts beitragen (z. B. wissenschaftliche Betreuung von Pilotprojekten, Entwicklung von Lehrmitteln für den Unterricht) und Projekte zur Entwicklung von zweisprachigen Ausbildungen inklusive Italienisch. Schliesslich können auch kulturelle Veranstaltungen unterstützt werden, welche die Sprache und Kultur der italienischen Schweiz in den anderen Sprachregionen vermitteln.
 
Damit Schülerinnen und Schüler während ihrer schulischen Laufbahn vermehrt Italienisch als Fach wählen, unterstützt der Bund Kultur- und Sensibilisierungsprojekte in den Schulen sowie Pilotprojekte zur Schaffung zweisprachiger Unterrichtsprogramme mit Italienisch. In der Förderperiode 2016–2020 beschränkte sich die Unterstützung für Pilotprojekte zweisprachiger Unterrichtsprogramme auf die Sekundarstufe II (Gymnasium). In der Periode 2021–2024 wird diese Unterstützung beibehalten und eine Ausweitung auf die Sekundarstufe I geprüft.
 
Diese Massnahmen ordnen sich in die bestehende Bildungsverfassung ein. Für die Ausrichtung der in ihrer Anfrage erwähnten Beiträge fehlt auf Bundesebene die gesetzliche Grundlage.»

Audit des subventions de l’Office fédéral de la culture

In Bezug auf den Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle (EFK) über die Prüfung von vier Subventionen des Bundesamts für Kultur vom 20. Mai 2019 findet sich folgende Stellungnahme des Bundesamts für Kultur auf Seite 10 des Berichts:

Das Bundesamt für Kultur (BAK) gewährt die Finanzhilfen in seinem Zuständigkeitsbereich gestützt auf eine von Bundesrat und Parlament festgelegte kulturpolitische Strategie und im Einklang mit der Bundesgesetzgebung aus dem Kulturbereich. Das Monitoring der Finanzhilfen wurde in den letzten Jahren massgeblich ausgebaut. Es basiert auf einem risikobasierten Ansatz und umfasst regelmässig Einzelevaluationen zu den Subventionen des BAK. Das BAK ist der Ansicht, dass das aktuelle Monitoring und damit die Aufsicht im Grundsatz angemessen ist und genügt. Das BAK ist jedoch bereit, einen weiteren punktuellen Ausbau des Monitorings im Sinne seiner nachfolgenden Stellungnahmen zu den einzelnen Empfehlungen der EFK zu prüfen. Die Etablierung von Wirkungszielen ist nach Auffassung des BAK nicht flächendeckend möglich, was sich bereits im Rahmen der Einführung des Neues Führungsmodells für die Bundesverwaltung (NFB) gezeigt hat.

«20 Minuten» vom 11.06.2019

Im Beitrag «Drängt uns Netflix nun diese Filme auf?» wird berichtet, dass Schweizer Filmbranchenverbände eine 20-Prozent-Quote für einheimische Filme im Kino, Fernsehen, Pay-TV und Streaming-Anbieter fordern. In diesem Zusammenhang findet sich im Beitrag folgender Satz: «Auch der Bundesrat will mit der aktuellen Kulturbotschaft im ‘Interesse eines möglichst vielfältigen Filmangebots’ Quoten ins Gesetz aufnehmen.»

Die Formulierung erweckt den Eindruck, die Kulturbotschaft sehe ebenfalls die Einführung einer Quote für Schweizer Filme vor. Dies trifft nicht zu. Gemäss dem Willen des Bundesrates sollen die elektronischen Filmanbieter dazu verpflichtet werden, 30 Prozent ihres Filmkatalogs europäischen Filmen vorzubehalten. Dieser Anteil gilt bereits für die EU-Länder. Die Forderung einer Mindestquote für Schweizer Filme finden sich in der Kulturbotschaft hingegen an keiner Stelle. Denn Schweizer Filme gelten in diesem Sinne als europäische Filme. 

Restitution von 26 Objekten an den Ägyptischen Staat – Klarstellung

Die Schweiz ist verpflichtet, in Strafverfahren eingezogene Kulturgüter dem Ursprungsland zu restituieren. Im Falle eines Verdachtes auf eine rechtswidrige Einfuhr oder unrichtige Deklaration von Kulturgütern können die Zollbehörden die Fachstelle internationaler Kulturgütertransfer des Bundesamts für Kultur (BAK) kontaktieren und den Strafverfolgungsbehörden Anzeige erstatten.

Dies geschah auch in Bezug auf die 26 aus Ägypten stammenden Objekte. Im Rahmen der Koordination und Zusammenarbeit im schweizerischen Behördenverkehr erfolgten Abklärungen über die polizeilichen Kanäle. Über Interpol Kairo wurde die Echtheit der Objekte eindeutig bestätigt. Eine Gegenexpertise durch die Schweizer Bundesbehörden ist in solchen Fällen nicht vorgesehen.

Das BAK hat die zusammengetragenen Informationen den Zollbehörden übermittelt, die ihrerseits Anzeige bei den zuständigen kantonalen Strafverfolgungsbehörden erstattet haben. Im Rahmen der kantonalen Strafverfahren wurde der Verdacht auf eine rechtswidrige Einfuhr bzw. unrichtige Deklaration von Kulturgütern bestätigt und somit ein Verstoss gegen das Bundesgesetz über den internationalen Kulturgütertransfer (KGTG) festgestellt. Die betreffenden Objekte wurden durch die Strafverfolgungsbehörden definitiv eingezogen und dem BAK übergeben, damit dieses die Restitution an den ägyptischen Staat durchführen konnte. Diese erfolgte mit dessen Einverständnis am 21. November 2018 in den Räumlichkeiten des BAK in Bern.

«Weltwoche» vom 22.11.2018

Unter dem Titel «Gehilfen eines Unrechtsstaats» erschien ein Artikel, der Kritik an die Adresse des Bundesamts für Kultur (BAK) und namentlich seiner Fachstelle Internationaler Kulturgütertransfer richtet. Der Verfasser des Artikels hat dem BAK im Vorfeld der Publikation keine Möglichkeit eingeräumt, zu den erhobenen Vorwürfen Stellung zu beziehen. Im Sinne einer vollständigen Information finden sich im Folgenden die Antworten des BAK auf die gegenüber dem BAK kritischen Aussagen im Artikel.

Das Bundesamt für Kultur behauptet auf seiner Website, archäologische Gegenstände seien ausnahmslos bedeutungsvoll. Liegt hier nicht eine so eigenmächtige wie ausufernde Auslegung des BAK vor, die im Kulturgütertransfergesetz (KGTG) keinerlei Entsprechung findet?

Die Fachstelle Internationaler Kulturgütertransfer des BAK setzt in der Praxis den in der parlamentarischen Beratung deutlich zum Ausdruck gebrachten Willen des Gesetzgebers um, archäologische Objekte grundsätzlich als bedeutungsvoll anzusehen. Es liegt somit keine ausufernde Auslegung vor. Diese Auslegung wurde im Übrigen durch zahlreiche Urteile bestätigt und entspricht der Zweckbestimmung des KGTG. Dieses sieht in Artikel 1 vor, dass der Bund einen Beitrag zur Erhaltung des kulturellen Erbes der Menschheit leisten und Diebstahl, Plünderung und illegale Ein- und Ausfuhr von Kulturgut – wovon insbesondere archäologische Objekte betroffen sind – verhindern will.

Das BAK weigert sich, Privatpersonen, die im Kunsthandel oder Auktionswesen tätig sind, in Bezug auf konkrete Anfragen betreffend die Einfuhr von Kulturgütern zu beraten. Legt das Amt damit nicht ein bürgerunfreundliches Verhalten an den Tag?

Nein. Die Fachstelle Internationaler Kulturgütertransfer beantwortet sämtliche Anfragen. Dabei erteilt sie – wie vom KGTG vorgesehen – allgemeine Auskünfte über die Rahmenbedingungen zu Ein-, Durch- und Ausfuhr von Kulturgütern. Auf der Homepage des BAK ist darüber hinaus ein FAQ-Dokument publiziert, welches Antworten auf die wichtigsten Fragen zu diesen Themen bereitstellt. Schliesslich sind auf der Homepage des BAK eine Checkliste sowie diverse beispielhafte Abbildungen von Kulturgütern veröffentlicht, die dabei helfen sollen zu bestimmen, ob ein in Frage stehendes Objekt als Kulturgut eingestuft werden soll.

Hingegen sieht das Kulturgütertransfergesetz nicht vor, dass das BAK betroffene oder interessierte Privatpersonen zu konkreten Fällen berät. Grundsätzlich gilt im Zollverfahren das Prinzip der Selbstanmeldung der Person, die Kulturgüter in die Schweiz einführt. Dies umfasst die Eigenverantwortung für die rechtmässige und richtige Deklaration der grenzüberschreitenden Warenbewegungen. Diese Verantwortung kann nicht auf die Fachstelle Internationaler Kulturgütertransfer übertragen werden.

In mehreren Fällen holte das BAK bei der Prüfung der Einfuhr von ägyptischen Kunstgegenstände eine Stellungnahme beim ägyptischen Staat ein, obwohl die Gegenstände gar nicht von Ägypten, sondern von Grossbritannien eingeführt wurden. Ist das nicht ein Verstoss gegen den Staatsvertrag der Schweiz mit Ägypten, der den Kulturgütertransfer zwischen diesen beiden Staaten (und nur diesen) regelt?

Nein. Gemäss KGTG sind Kulturgüter beim Zoll spezifisch als solche zu deklarieren. Dabei sind der Objekttyp des Kulturguts anzugeben und möglichst genaue Angaben zum Herstellungs- oder Fundort des Objekts zu machen, unabhängig davon, aus welchem Staat es eingeführt wird. Dies gilt somit unabhängig vom Bestehen einer bilateralen Vereinbarung. Die fehlende oder falsche Deklaration von Kulturgütern verunmöglichen nämlich deren adäquate und risikogerechte Überprüfung und gefährden somit das kulturelle Erbe.

Trifft es zu, dass das BAK seine Entscheidungen einzig aufgrund der Stellungnahmen von Drittstaaten (wie z.B. Ägypten) trifft, ohne eigene, unabhängige Beurteilungen vorzunehmen?

Nein. Das BAK bzw. die Fachstelle Internationaler Kulturgütertransfer klärt im Rahmen seiner Zuständigkeiten ab, ob ein begründeter Verdacht auf einen Verstoss gegen das KGTG vorliegt. Dazu kann bzw. muss es sowohl gestützt auf das KGTG als auch auf bilaterale Vereinbarungen mit Behörden anderer Staaten zusammenarbeiten. Das BAK nutzt dabei in der Regel auch die polizeilichen Kanäle (z.B. Interpol). Liegt ein begründeter Verdacht vor, übermittelt die Fachstelle die entsprechenden Informationen an den Zoll. Die abschliessende Untersuchung bzw. der Entscheid, ob tatsächlich gegen das KGTG verstossen wurde, obliegt nicht dem BAK, sondern den kantonalen Behörden. Im Rahmen des Verfahrens steht es den Beteiligten offen, weitere Gutachten einzuholen.

Förderung des Bundes für den Film «Out of Paradise»

Entgegen anderslautenden Meldungen in einzelnen Medien wurde Batbayar Chogsoms Film «Out of Paradise» vom Bundesamt für Kultur finanziell unterstützt. Für die Postproduktion wurde der Betrag von 50'000 CHF gesprochen. Eine Unterstützung des Films im Rahmen der selektiven Filmförderung wurde dagegen beim BAK nicht beantragt. (September 2018)

Tages-Anzeiger/Der Bund, Ausgaben vom 22.5.2018/23.5.2018

Nach dem Artikel «Die Schweizer Palme – Alain Berset und Jean-Luc Godard», Tages-Anzeiger/Der Bund, 22.5.2018, wurde in denselben Medien unter dem Titel «BAK präzisiert bei Godard-Subvention» (Tages-Anzeiger) bzw. «Das BAK präzisiert» (Der Bund) folgendes Korrigendum veröffentlicht:

«Hat das Bundesamt für Kultur (BAK), wie vorgestern hier berichtet, einen Antrag auf Förderung von 50000 Franken für Jean-Luc Godards Film «Le livre d'image» abgelehnt? So stimmt das nicht. Aufgrund einer Expertenmeinung wurde der Antrag zwar abgewiesen. Das BAK schwenkte aber um, als bekannt wurde, dass die Produktion in Cannes laufen würde. Das gab laut BAK-Sprecher Daniel Menna den Ausschlag, das Geld für eine professionelle Postproduktion vor der Festivalpremiere doch noch zu sprechen. (blu)» (Tages Anzeiger/Der Bund, 23.5.2018)

24Heures, édition du 13 avril 2018

Dans un article paru sur le festival international « Visions du réel » sa directrice indique que la Compétition nationale du festival ne fait partie du système de bonification Succès Festival de l’Office fédéral de la culture, ce qui conduirait les producteurs à préférer vendre leurs films à d’autres festivals suisses ou étrangers.

L’Office fédéral de la culture tient à signaler qu’aucune compétition nationale d’un festival ne fait partie du système de bonification Succès Festival. Ces bonifications sont en effet spécifiquement prévues pour des films qui sont en lice pour une distinction internationale, cf explications sur cette page internet :

La compétition nationale de Visions du réel ne fait donc pas partie du système de bonifications mais en revanche c’est le cas de ses deux compétitions internationales : la Compétition internationale longs métrages et la Compétition Burning Lights. Un film suisse retenu par le Visions du réel dans l’une de ces deux catégories bénéficierait de ces bonifications.

Die Weltwoche", Ausgabe vom 12. Oktober 2017


─ In einem Artikel mit dem Titel «Pompöse Feiern, verschollene Kunst» wird erwähnt, dass 29 Millionen Franken pro Jahr für die Preisträgerinnen und Preisträger der Schweizer Kulturpreise ausgegeben werden.

Stellungnahme des BAK:

Für diese Preisgelder werden 2017 CHF 2 941 400. ausgegeben.

─ Der Artikel erwähnt, dass das BAK 12 500 Werke als an Museen ausgeliehen angegeben habe, während im Bericht einer Prüfung durch die Eidgenössische Finanzkontrolle lediglich 7000 genannt würden.

Stellungnahme des BAK:

Die 12 500 vom BAK angegebenen Werke umfassen alle zurzeit an Museen ausgeliehenen Werke aus den Kunstsammlungen des Bundes, d.h. sowohl aus der Bundeskunstsammlung als auch aus der Gottfried Keller-Stiftung. Hinzu kommen rund 4 700 Werke in rund 400 Gebäuden der Eidgenossenschaft im In- und Ausland. Die im Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle aufgeführten 7000 Werke beziehen sich ausschliesslich auf die Werke der Bundeskunstsammlung, also nicht auf Werke aus der Gottfried-Keller-Stiftung.

─ Im Artikel wird erwähnt, dass die Direktorin des BAK ihre Ferien-Flugspesen dem Bund habe verrechnen können.

Stellungnahme des BAK:

Der Bund übernimmt keine Kosten für private Aufenthalte.

Subventionen für Memoriav, Cinémathèque, Focal und Filmpreise

„Die Weltwoche", Ausgabe vom 28. September 2017

─ In einem Artikel mit dem Titel „Schweizer Subventions-Karussell" wird die Förderung von Institutionen im Bereich des audiovisuellen Erbes und des Filmschaffens thematisiert. Der Artikel erwähnt, dass der Verein Memoriav, der durch das Bundesamt für Kultur finanziell unterstützt wird, mit Bundesmitteln die Cinémathèque in Lausanne subventioniere, obwohl diese ebenfalls vom Bund direkt unterstützt werde.

Stellungnahme des BAK:

Die Beiträge von Memoriav an die Cinémathèque (die ihrerseits vom Bund unterstützt wird) sind zweckgebunden und im Rahmen der Leistungsaufträge klar spezifiziert. Das BAK finanziert die Cinémathèque für den Betrieb und die Errichtung eines digitalen Archivs im Rahmen einer Leistungsvereinbarung 2016-2020. Die Beiträge von Memoriav an die Cinémathèque betreffen einzelne, getrennt ausgewiesene Restaurationsprojekte im Rahmen der Erhaltung des audiovisuellen Erbes der Schweiz. Diese Projekte sind nicht durch die Grundleistungsvereinbarung zwischen dem BAK und der Cinémathèque abgedeckt.

Diese Stellungnahme wurde dem Verfasser auf seine Anfrage hin bereits im Vorfeld der Publikation des Artikels zugestellt.

─ Im selben Artikel wird erwähnt, dass das Bundesamt für Kultur nicht weniger als 115 Schweizer Filmpreise mit einem Gesamtbetrag von über 3 Mio. CHF vergebe.

Stellungnahme des BAK:

Dies ist unzutreffend. Es werden lediglich Gelder für 42 Nominationen in den zwölf Kategorien des Schweizer Filmpreises gesprochen. Die schliesslich 12 gestützt auf die Nominierungen vergebenen Filmpreise sind nicht finanziell dotiert. Zusätzlich werden jährlich ein mit 30 000 CHF dotierter Ehrenpreis sowie ein mit 5 000 CHF dotierter Spezialpreis vergeben. Der Gesamtbetrag für die Preise und die Nominierungen beläuft sich auf 450 000 CHF.

─ Ebenfalls erwähnt der Artikel, dass die Stiftung Weiterbildung Film und Audiovision (Focal) nebst dem Bundesamt für Kultur von weiteren Bundesstellen unterstützt werde.

Stellungnahme des BAK:

Die Stiftung Focal erhält nur Bundesmittel vom BAK.

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Dernière modification 25.10.2021

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