Bauen, Planen, Entwickeln
Das Bundesamt für Kultur (BAK) koordiniert die Förderung einer hohen Baukultur durch den Bund. Es unterstützt Kantone beratend und baut Weiterbildungsangebote aus. Als Fachstelle des Bundes prüft es die Auswirkungen von Projekten des Bundes und seiner Anstalten auf das baukulturelle Erbe.

Die Schweiz verfügt über eine traditionell hohe Baukultur. Zahlreiche Dörfer und Städte weisen hohe räumliche, architektonische und handwerkliche Qualitäten auf. Sie gehören durch ihre landschaftlich schönen Lagen, ihr kulturelles Erbe und ihre gut gepflegten Zentren zu viel besuchten Anziehungspunkten. Damit dies so bleibt und sie auch in Zukunft die gesellschaftlichen Ansprüche erfüllen können, braucht es kulturell nachhaltige und qualitätsorientierte Ansätze für ihre Weiterentwicklung.
Der Bund nimmt auf vielfältige Art und Weise Einfluss auf Baukultur. Er beschafft Bau- und Planungsleistungen und verwaltet Hoch- und Tiefbauten. Er erstellt normative Grundlagen und erteilt Plangenehmigungen und Konzessionen. Er spricht Subventionen für Projekte und Programme. In all diesen Tätigkeiten strebt er eine hohe Baukultur an. Er verpflichtet sich insbesondere bei seinen Aufgaben Rücksicht zu nehmen auf Landschaften, Ortsbilder und das baukulturelle Erbe.
Bauen im Bestand
Bestehende Bauten und insbesondere Baudenkmäler prägen die Identitäten und den spezifischen Charakter von Orten. Die aktuelle Politik der Siedlungsentwicklung nach innen möchte der zunehmenden Zersiedlung in der Schweiz Einhalt bieten und führt gleichzeitig zu einem wachsenden Druck auf bestehende Bauten, Zentren und Landschaften. Das Bauen im Bestand ist eine hochaktuelle Bauaufgabe zwischen Tradition und Innovation.
Die Spannweite der Handlungsansätze ist gross: Von der Restaurierung, über die energetische Sanierung bis zu Umbauten, Anbauten, Umnutzungen gibt es viele zeitgemässe Lösungen für einen nachhaltigen Umgang mit einem bestehenden Gebäude. Darüber hinaus kann auch der Neubau in einer Baulücke die richtige Lösung im Bestand darstellen. Diese Eingriffe bieten die Chance, bestehende Charakteristika zu stärken und die räumliche Situation im Ganzen zu verbessern. Dafür müssen vorhandene Qualitäten erkannt und von Anfang an in die Planungsprozesse einbezogen werden. Bauaufgaben im Bestand sind komplexer als das Bauen auf der grünen Wiese. Ein sensibler Umgang mit dem Bestand lohnt sich, denn die Erhaltung von identitätsstiften Elementen in Kombination mit qualitätsvollem Neuen führt zu Orten, in denen sich Menschen gerne aufhalten und in denen sie leben und arbeiten wollen.
Planerinnen, Nutzer, Bauherrinnen und Besitzer suchen nach passgenauen, ortsspezifischen Lösungen, beziehen verschiedene Fachdisziplinen ein und führen Interessensabwägungen durch. Das Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt diese Akteure mit seiner Expertise. Es erstellt Grundlagen zum Bauen im Bestand und bewertet entsprechende Planungen und Projekte des Bundes im Rahmen der Bundesaufgaben.
Bundesamt für Kultur
Hallwylstr. 15
3003 Bern