Erklärung von Davos und Davos Baukultur Prozess
Die Erklärung von Davos fordert eine hohe Baukultur für Europa. Als erstes, international anerkanntes Grundsatzdokument erinnert sie seit 2018 daran, dass Bauen Kultur ist und Raum für Kultur schafft.

Eine hohe Baukultur für Europa und weltweit! Um dieses Ziel zu erreichen, haben die Kulturministerinnen und Kulturminister Europas auf Initiative der Schweiz 2018 die Erklärung von Davos verabschiedet. Die europäischen Staaten engagieren sich, eine hohe Baukultur politisch und strategisch zu verankern. Darauf aufbauend wurden im Jahr 2023 das Davos Baukultur Memorandum verabschiedet und die Davos Baukultur Allianz lanciert. In der Davos Baukultur Allianz engagieren sich Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam für besser gestaltete Städte, Dörfer und Landschaften.
Die Erklärung von Davos erinnert daran, dass Bauen Kultur ist und Raum für Kultur schafft. Laufend verpflichten sich weitere Staaten, Organisationen, Institutionen und Unternehmen der Erklärung. Sie wird weltweit breit debattiert und markiert den Ausgangspunkt des Davos Prozesses.
Im Davos Prozess werden zentrale Themen wissenschaftlich vertieft und Schlüsselbegriffe geklärt. Gleichzeitig werden auf politischer Ebene Strategien implementiert, die die kulturellen Aspekte des Bewahrens, Planens und Bauens anerkennen und eine hohe Baukultur als vorrangiges politisches Ziel etablieren.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) setzt sich sowohl inhaltlich als auch strategisch für eine internationale Zusammenarbeit und Vernetzung zum Thema Baukultur ein.
Internationale Zusammenarbeit

Die Erklärung von Davos ist der bedeutendste internationale Text zu Baukultur. Für eine Umsetzung dieses Strategiepapiers im konkreten Raum sind inhaltliche Vertiefungen zu zentralen Themen wie «Qualität», «gemeinsame Verantwortung» und «kulturelle Nachhaltigkeit» nötig. Die Debatte ist ebenfalls auf einer politischen Ebene weiterzuführen.
Die internationale, sektorübergreifende Zusammenarbeit wird innerhalb der Davos Baukultur Allianz gestärkt. Mitglieder der Allianz sind nationale Ministerien, Organisationen der Zivilgesellschaft sowie Unternehmen der Bau- und Immobilienbranche.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) engagiert sich für diese breit gefächerte internationale Zusammenarbeit. Es organisiert und beteiligt sich an Tagungen und politischen Debatten, unterstützt und initiiert Forschung und publiziert Artikel und Grundlagen.