Zweite Ausgabe des Symposiums Post Digital Cultures

Bern, 25.11.2014 - Nach dem Erfolg der ersten Ausgabe organisieren das Bundesamt für Kultur BAK und das Festival Les Urbaines auch dieses Jahr ein Symposium zum Thema Post Digital Cultures. Es findet vom 5. bis 6. Dezember 2014 im Musée cantonal des Beaux-Arts in Lausanne statt. Ziel ist, die an der letzten Ausführung begonnene Diskussion über die Verwendung von Internet und ihre Auswirkungen auf das zeitgenössische Kunstschaffen weiterzuführen.

Während zwei Tagen treffen sich am Symposium Post Digital Cultures Kunstschaffende und internationale Spezialistinnen und Spezialisten, um über die digitale Kultur nachzudenken und eine grundlegende Reflexion in der Kulturszene anzuregen. Das Schaffen von jungen Künstlerinnen und Künstlern, die mit den neuen Technologien aufgewachsen sind, wird dabei jener Generation Kunstschaffender und Denker gegenübergestellt, welche die allmähliche Entwicklung der digitalen Technologien von Anfang an miterlebt haben. Das Symposium möchte den Einfluss von neuen Technologien auf die Kunstwelt kritisch hinterfragen, indem das sogenannte Mitmach-Web sowie der damit verbundene freie Austausch von Ideen und Werken analysiert werden. Das Symposium verfolgt auch das Ziel, eine Zwischenbilanz über das digitale Schaffen zu ziehen – gerade jetzt, wo das Internet für die Akteure aus dem Kulturbereich eher einer globalen Drehscheibe für Produktion und Vermittlung als einem künstlerischen Medium gleichkommt.  

Talk to PHIL!
Vor und während dem Symposium können die Besucherinnen und Besucher von Les Urbaines sowie Internetnutzerinnen und -nutzer aus der Schweiz und aus dem Ausland mit PHIL chatten. PHIL ist eine Internet-Hotline mit automatisiertem Kundendienst. Seine Identität wird jedoch aufgrund des spekulativen und poetischen Inhalts in Frage gestellt: Wer ist PHIL? Ist es wirklich ein Mensch? Eine Frau oder ein Mann? Oder ist es vielmehr ein Roboter, eine künstliche Intelligenz? PHIL ist ein Werk von Cécile B. Evans und wird im Rahmen von Les Urbaines zum ersten Mal exklusiv in der Schweiz gezeigt. Es wurde vom British Arts Council mitfinanziert und ist ab dem 1. Dezember 2014 auf www.postdigitalcultures.ch sichtbar. 

Museum of Post Digital Cultures
Diese am Symposium 2013 geschaffene Plattform umfasst ein Archiv aller Konferenzen von Post Digital Cultures und präsentiert das ganze Jahr hindurch Online-Ausstellungen, die von im digitalen Kulturbereich tätigen und international anerkannten Kuratorinnen und Kuratoren konzipiert werden. Das Projekt regt zum Nachdenken über die Funktion und das Format eines Museums an und verfügt über eine Sammlung von Texten, Kunstwerken, Filmen und Tonarchiven zu den an den Konferenzen behandelten Themen.  

Rednerinnen und Redner (unter anderen):
Karen Archey (Kritikerin, Kuratorin, Berlin/New York)
Thomas Burkhalter (Musikethnologe, Gründer und Chefredaktor von norient.com, Bern)
Cécile B. Evans (Künstlerin, Berlin/London)
Paul Feigelfeld (Schriftsteller und Forscher, Koordinator des Digital Cultures Research Lab, Leuphana University Lüneburg)Elise Lammer (Kuratorin, Basel/Berlin)
Federica Martini (Kunsthistorikerin, Kuratorin, Lausanne)
Yuri Pattison (Künstler, Berlin/London)
Timur Si-Qin (Künstler, Berlin)
Wikimedia CH 

-Live-Diskussion mit PHIL, Erzähler von Hyperlinks or it didn’t Happen, Projekt von Cécile B. Evans
-E-Performance von Amalia Ulman (Künstlerin, Los Angeles)
-Cryptoparty, Workshops  

Praktische Informationen

Daten: 5.–6. Dezember 2014 / Freitag 9.30–16.00 Uhr, Samstag 9.30–16.00 Uhr
Ort: Musée cantonal des Beaux-Arts, Aula im Palais de Rumine, Lausanne
Sprache: Englisch
Leitung: Patrick de Rham, Les Urbaines und Sektion Kulturschaffen, Bundesamt für Kultur
Kuratorin: Elise Lammer
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich via: www.postdigitalcultures.ch
Weiterführende Informationen unter: www.postdigitalcultures.ch


Adresse für Rückfragen

Martine Chalverat, Bundesamt für Kultur BAK, Sektion Kulturschaffen
+41 (0)58 465 11 80, +41 (0)78 678 90 84, martine.chalverat@bak.admin.ch

Ana-Belen Torreblanca, Post Digital Cultures (Pressestelle)
+41 (0) 76 616 56 47, press@postdigitalcultures.ch



Herausgeber

Bundesamt für Kultur
http://www.bak.admin.ch

Letzte Änderung 25.03.2019

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