Kulturgüter: Bund unterstützt Museen weiterhin bei der Herkunftsforschung

Bern, 12.01.2023 - Der Bund misst der Aufarbeitung der Thematik der NS-Raubkunst sowie der Kulturgüter aus kolonialem Kontext grosse Bedeutung bei. Deshalb unterstützt das Bundesamt für Kultur (BAK) in den Jahren 2023-2024 erneut 28 Museen mit Projektbeiträgen von gut 2 Millionen Franken bei der Provenienzforschung.

Für die Periode 2023-24 hat das BAK für die Projektbeiträge an die Provenienzforschung erstmals zwei gesonderte Ausschreibungen lanciert. Die erste betrifft NS-Raubkunst, die zweite Kulturgüter aus kolonialen und archäologischen Kontexten. Im Bereich der Kulturgüter aus kolonialen und archäologischen Kontexten unterstützt der Bund neu 14 Projekte mit Beiträgen von insgesamt 1,1 Millionen Franken. In der Vorperiode waren es erst sechs Projekte. Die Zunahme unterstreicht die Wichtigkeit dieser Thematik und die zunehmende Sensibilisierung der Museen.

Von den neu unterstützten Projekten werden vier in Zusammenarbeit mit den Herkunftsgemeinschaften und -ländern der untersuchten Sammlungsobjekte durchgeführt. Bei zwei Projekten handelt es sich um Verbundprojekte, an welchen mehrere Museen in der Schweiz teilnehmen.

Im Bereich der NS-Raubkunst werden 14 Projekte mit einem Gesamtbeitrag von insgesamt rund 900’000 Franken unterstützt. Die geförderten Projekte umfassen die Provenienzforschung, die Erschliessung von Archiven sowie die Vermittlung und Kontextualisierung von Resultaten der Provenienzforschung.

Mit der Weiterführung der Finanzhilfen an die Provenienzforschung leistet der Bund einen wichtigen Beitrag zur Erforschung und Aufarbeitung von Sammlungen und Sammlungsgeschichten von Schweizer Museen. Dabei wurden im Rahmen der neuen Ausschreibungen auch die Förderschwerpunkte erweitert, um den aktuellen Entwicklungen in der Thematik des belasteten Kulturerbes Rechnung zu tragen. So werden etwa im Bereich der NS-Raubkunst neu auch die Abklärung des historischen Kontextes von Transaktionen (wie z. B. Verkaufsumstände, Marktsituationen) sowie die Vermittlung und Kontextualisierung der Resultate unterstützt.

Die Schlussberichte der Provenienzforschungsprojekte werden jeweils auf dem Internet publiziert. Sie sind über die Website des BAK zugänglich (www.bak.admin.ch/rk > Provenienzforschung in der Schweiz).


Adresse für Rückfragen

Daniel Menna, stv. Leiter Kommunikation BAK, +41 58 469 69 50, daniel.menna@bak.admin.ch



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Letzte Änderung 25.03.2019

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