Qualitätssetzung und Qualitätssicherung brauchen ein Monitoring, das die Anforderungen an die Qualität des baukulturellen Schaffens oder des Bestands mit der erbrachten oder vorhandenen baukulturellen Leistung vergleicht und überprüft. Dazu sind quantitative und qualitative Indikatoren erforderlich. Das Monitoring trägt zum Wissensaufbau und zu Kompetenz in der Kulturpolitik bei. Es gibt Einblick in die Kulturlandschaft und zeigt, wie sie sich verändert.
Im Bereich Landschaft verfügt die Schweiz mit dem LABES-Monitoring über ein nationales Landschaftsmonitoring, das zwischen 2008 und 2017 erstmals durchgeführt wurde. Mit einem System von Indikatoren können Vergleiche gezogen und Veränderungen festgehalten werden. Für den Bereich der Baukultur stehen in der Schweiz aktuell Datenreihen und qualitative Untersuchungen zur Verfügung, etwa aus der Kulturstatistik und aus weiteren Erhebungen des Bundesamts für Statistik oder aus den Arbeiten am Bundesinventar ISOS und den repräsentativen Umfragen des Bundesamtes für Kultur (BAK). Diese Daten und Analysen sind zurzeit noch nicht in ein System eingebunden, das ein Monitoring der Baukultur in der Schweiz erlauben würde.
Vor diesem Hintergrund hat das BAK überprüft, wie ein umfassendes «Baukultur-Monitoring Schweiz» umgesetzt werden könnte (2023-2025). Dabei wurden mögliche Varianten zum Umfang und Aufwand eines Baukultur-Monitorings erstellt und vertieft untersucht. Basierend auf diesen Ergebnissen und den aktuell verfügbaren Mitteln wurde der Aufbau eines Baukultur-Monitorings vorerst zurückgestellt.
