Der Bund misst der Aufarbeitung der Thematik der NS-Raubkunst sowie der Kulturgüter aus kolonialem Kontext grosse Bedeutung bei. Deshalb unterstützt das Bundesamt für Kultur (BAK) in den Jahren 2023-2024 erneut 28 Museen mit Projektbeiträgen von gut 2 Millionen Franken bei der Provenienzforschung.
Das Bundesamt für Kultur schreibt die Projektbeiträge für Provenienzforschung in der Periode 2023–2024 neu aus: Zwei gesonderte Ausschreibungen betreffen die Themenbereiche «NS-Raubkunst» und «Kulturgüter aus kolonialen Kontexten». Mit der neuen Ausschreibung werden auch die Förderschwerpunkte erweitert, um den aktuellen Entwicklungen im Bereich des belasteten Kulturerbes Rechnung zu tragen.
Ab 2023 unterstützt das Bundesamt für Kultur (BAK) 16 Museen mit einem jährlichen Betriebsbeitrag. Die Auswahl der Museen erfolgte nach einer öffentlichen Ausschreibung anhand klarer Kriterien. Die Finanzhilfen für die Förderperiode 2023-2026 belaufen sich auf insgesamt rund 6,3 Millionen Franken pro Jahr.
Im Rahmen der Kulturbotschaft 2021-2024 führt der Bund die seit 2016 bestehende finanzielle Unterstützung der Provenienzforschung von Museen und Sammlungen Dritter weiter. Für die Periode 2021-2022 unterstützt das Bundesamt für Kultur alle achtzehn Provenienzforschungsprojekte in der Höhe von 1.6 Millionen Franken. Zwölf Projekte betreffen Kulturgüter im Kontext von NS-Raubkunst, fünf Projekte betreffen ethnologische Kulturgüter und ein Projekt betrifft archäologische Kulturgüter.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt in den Jahren 2018-2020 zum zweiten Mal die Provenienzforschung von Schweizer Museen. Es hat für vierzehn eingereichte Projekte insgesamt 1'144'800 Franken bewilligt. Damit wird die wissenschaftliche Abklärung der Herkunft von Kunstwerken intensiviert. Die Resultate der Forschung werden öffentlich zugänglich gemacht.
Das Bundesamt für Kultur (BAK) führte erstmals eine öffentliche Ausschreibung für Betriebsbeiträge an Museen durch. 35 Museen reichten ein Fördergesuch ein.
Anlässlich der Beratung der Botschaft zur Förderung der Kultur in den Jahren 2016-2020 beauftragte die ständerätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur das Bundesamt für Kultur mit einem Bericht zur Prüfung einer Staatsgarantie des Bundes für Kunstwerke im Leihverkehr zwischen Museen. Der Bericht legt die grundlegende Problematik der Staatsgarantie sowie die Situation auf nationaler und internationaler Ebene im Vergleich dar. Die Kommission hat mit Zufriedenheit an ihrer Sitzung vom 15. Mai 2017 vom Bericht Kenntnis genommen und beschlossen, den Bericht zu veröffentlichen.