Gender in der Filmförderung

Das BAK setzt sich mit drei Massnahmen für die Gleichstellung der Geschlechter in der Filmförderung ein.

1. Gender-Ausgewogenheit in der selektiven Filmförderung

Die Filmförderung des Bundes berücksichtigt in allen Förderbereichen den Grundsatz der Diversität beim Zugang zur Förderung; dabei achtet das BAK insbesondere auf eine ausgewogene Förderung von Projekten von Frauen und Männern (Anhang 1 FiFV).

Zur Erreichung dieses Ziels werden seit 2016 bei der Förderung des Drehbuchschreibens und der Projektentwicklung bei gleicher Qualität Gesuche von Autorinnen bevorzugt; bei der Förderung der Herstellung und der Postproduktion können bei gleicher Qualität Filme von Regisseurinnen bevorzugt werden (Ziff. 2.1.1.1, 2.1.2.1, 2.1.3.1 sowie 2.1.4.2, Anhang 2 FiFV).

2. Schweizweit einheitliche Erfassung von Gender-Daten

Verlässliche Zahlen sind eine wichtige Grundlage für einen konstruktiven Austausch zur Gleichstellung der Geschlechter in der Filmbranche. Seit 2017 koordiniert das BAK deshalb in Zusammenarbeit mit den regionalen, kantonalen und privaten Filmförderinstitutionen, der SRG SSR, den Schweizer Produzentinnen und Produzenten sowie vom BAK unterstützten Institutionen wie Filmfestivals oder Kinobetrieben verschiedene Datenerfassungen.

Teil der im 2017 initiierten Datenerhebungen ist die sogenannte «Gender Map», mit welcher Informationen zur Diversität vor und hinter der Kamera für die in der Schweiz produzierten Filme erfasst werden. Für rund 400 öffentlich finanzierte lange und kurze Filme (ohne ausschliesslich von der SRG SSR finanzierte Filme) liegen mittlerweile die «Gender Maps» vor.Basierend auf dieser Grundlage hat das BAK im Rahmen einer Zwischenevaluation die «Gender Maps» von 203 Langfilmen, welche zwischen 2017 und 2019 in Schweizer Kinos erstaufgeführt worden sind, ausgewertet. Die Resultate dieser Auswertung sind im Bericht «Diversität in Schweizer Kinofilmen 2017-2019» publiziert.

3. Studie zur Gleichstellung im Schweizer Filmschaffen

Im 2020 hat das BAK eine umfassende Studie in Auftrag gegeben, welche die künftige Diskussion über die Gender-Frage im Schweizer Filmschaffen auf eine solide Daten- und Faktenbasis stellen wird. Der quantitative Teil der Studie untersucht die Geschlechterverteilung bei der Ausbildung, im professionellen Filmschaffen, bei der Filmförderung sowie der Filmauswertung und stützt sich dabei unter anderem auf die oben genannten Datenerhebungen. Im qualitativen Teil werden Antworten auf die Frage gesucht, weshalb der Frauenanteil im professionellen Schweizer Filmschaffen tiefer liegt als bei der Ausbildung. Die Publikation der Studie ist für August 2021 vorgesehen.

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Letzte Änderung 13.04.2021

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