Jenische und Sinti als nationale Minderheit

© Urs Walder
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In der Schweiz leben rund 30 000 Personen jenischer Herkunft, dazu einige hundert Sinti und Manouches, von denen schätzungsweise 2‘000 bis 3‘000 eine nomadische Lebensweise pflegen: Im Winter leben sie auf einem Standplatz und von Frühjahr bis Herbst sind sie mit ihren Wohnwagen «auf der Reise», machen auf Durchgangsplätzen halt und besuchen ihre Kunden. Als Schweizer Bürger haben sie die gleichen Rechte und Pflichten wie die sesshafte Bevölkerung. Die Jenischen und Sinti sind seit Jahrhunderten Teil der kulturellen Vielfalt der Schweiz.

Das Bundesamt für Kultur BAK setzt sich für die Verbesserung der Lebenssituation der Jenischen und Sinti ein. Es unterstützt Organisationen der betroffenen Minderheiten und fördert Projekte zur Bewahrung der jenischen Sprache und Kultur mit finanziellen Beiträgen.

Neues Unterstützungsangebot für selbständige Jenische, Sinti und Roma in der Corona-Krise

Viele selbständige Jenische, Sinti und Roma haben in der Corona-Krise kaum noch Arbeit und somit zu wenig Einkommen, um ihre täglichen Lebenskosten zu decken. Sie befinden sich in einer sehr schwierigen finanziellen Situation.

Sie können neu als indirekt Betroffene der Corona-Krise die staatliche Erwerbsausfallentschädigung beantragen. Diese ist in den meisten Fällen nicht existenzsichernd. Deshalb müssen sie sich ebenfalls bei der Sozialhilfe anmelden.

Das neu geschaffene Unterstützungsangebot hat das Ziel, die individuelle Situation der Betroffenen abzuklären und sie bei der administrativen Anmeldung für die staatliche Unterstützungen zu begleiten.
In Einzelfällen ist eine einmalige finanzielle Überbrückungshilfe möglich.

Das Projekt ist breit abgestützt. Die Anlaufstellen der Stiftung Naschet Jenische bieten die Beratung und die Begleitung an. Die Caritas Zürich übernimmt die Auszahlung der Überbrückungshilfen. Das Bundesamt für Kultur unterstützt das Angebot ebenfalls. Die Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende hat das Projekt mitinitiiert.

Sie erreichen die Anlaufstelle von Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr und 13.30 bis 16.30 Uhr.

Telefon: 031 352 52 50
Mail: info@naschet-jenische.ch

Bitte leiten Sie diese Information an Betroffene, Sozialdienste, Pfarreien, interessierte Organisationen und Personen weiter.

Ultima midada 23.04.2020

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